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Beratung & Service Lerntipps Auditiver Lerntyp

Auditiver Lerntyp
Die richtige Lernstrategie für Ihr Lernverhalten

Die besten Lerntechniken: So lernt ein auditiver Lerntyp am besten

Sind Sie ein auditiver Lerntyp? Wir von der SRH Fernhochschule – The Mobile University zeigen Ihnen, was einen auditiven Lerntypen auszeichnet und mit welchen Lerntechniken, Lernmethoden und Lernstrategien er sich am wirkungsvollsten Wissen aneignen kann. In den ersten Monaten des Lebens ist das Hören der wichtigste Wahrnehmungskanal für die Aufnahme von Informationen. Die Stimme der Eltern wird bereits vor der Geburt wahrgenommen und auch danach in den ersten Lebensmonaten eindeutig von anderen Stimmen unterschieden. Auch in der Phase des Spracherwerbs in den ersten Lebensjahren spielt das Hören bei der Informationsaufnahme und -verarbeitung eine große Rolle. Erst mit dem Prozess des Lesen- und Schreibenlernens wird dieser Wahrnehmungskanal zunehmend vom visuellen Kanal abgelöst. Dabei entwickeln Menschen sich unterschiedlich:

entweder sie behalten die Fähigkeit, auditive Reize zu verarbeiten und im Gedächtnis zu speichern und entwickeln die Verarbeitung visueller Reize parallel oder
eine der beiden Fähigkeiten entwickelt sich stärker, auf Kosten der anderen, die zunehmend vernachlässigt wird.

Bei der Entwicklung der Wahrnehmungskanäle spielt auch die Umwelt eine Rolle. Sowohl zu wenige als auch zu viele Reize können dabei beeinträchtigend wirken. Je vielfältiger die Umweltreize sind, umso differenzierter entwickelt sich auch die Wahrnehmung der in ihrer Umgebung lebenden Menschen. Eine zu starke Geräuschüberflutung kann jedoch auch zu einem „Weghören“ und damit zu einer reduzierten Wahrnehmungsfähigkeit führen.

Im Zusammenhang mit Lernen spielt der auditive Kanal nicht nur bei der Aufnahme von Informationen eine Rolle. Über das Hören wahrgenommene Musik kann auch dabei unterstützen, Menschen in einen aufnahmefähigen Zustand zu versetzen. Untersuchungen zeigen, dass dabei weniger die Art der Musik eine Rolle spielt (der sogenannte „Mozart-Effekt“ konnte nicht nachgewiesen werden), sondern die individuelle Wirkung auf den Hörer. Hierbei sind vor allem solche Musikstücke effektiv, die den Hörer in einen angeregten und positiv gestimmten Zustand versetzen (vgl. Schellenberg & Weiss, 2013).

Sind Sie ein auditiver Lerntyp? Machen Sie den Lerntypentest

Ein auditiver Lerntyp zeichnet sich durch unterschiedliche Kennzeichen aus und dementsprechend ist auch sein Lernverhalten anders als das von anderen Lerntypen. Über das Hören kann ein auditiver Lerntyp Informationen am besten verarbeiten und sich merken. Daher kann ein auditiver Lerntyp auch besonders gut mündlichen Erläuterungen in Vorträgen oder Seminaren folgen und die gehörten Informationen verarbeiten. Effektiver Lernen kann ein auditiver Lerntyp daher, wenn er beim Lernen den Lerninhalt vor sich hin spricht und sie sich oder anderen erklärt. Auditive Lerntypen könne sich schnell durch Umgebungsgeräusche und Musik gestört fühlen und dadurch ihren Lerneffekt verschlechtern. Ein auditiver Lerntyp kann Informationen ausschließlich durch visuelle Verarbeitung schlecht verarbeiten und sich merken.

Sie sind sich nicht sicher, ob Sie ein auditiver Lerntyp sind? Dann können Sie mit einem Lerntypentest ganz einfach Ihren persönlichen Lerntyp bestimmen. Testen Sie Ihren Lerntyp mit dem Online Lerntypentest: Welcher Lerntyp bin ich.

Auditiver Lerntyp: Lerntipps für das ideale Lernverhalten und effektives Lernen

Ein auditiver Lerntyp kann mit den Lerntipps der SRH Fernhochschule – The Mobile University besonders gut seinen auditiven Kanal ansprechen und besser Lernen lernen. Mit diesen Lernstrategien können Sie in Zukunft effektiver, besser und schneller lernen:

Ein auditiver Lerntyp lernt bei Präsenzen effektiver
Passen Sie Ihr Lernverhalten bereits bei der Aufnahme von Informationen Ihrem persönlichen Lerntyp an. Als auditiver Lerntyp sollten Sie so oft wie möglich Präsenzen, sowohl vor Ort als auch online, besuchen. Dort bekommen Sie den zu lernenden Stoff vorgetragen und können ihn so über den auditiven Kanal aufnehmen.

Durch aktives Zuhören das Lernverhalten verbessern
Ein auditiver Lerntyp sollte immer darauf achten, aktiv zuzuhören. Die richtige Lernstrategie für auditive Lerntypen ist daher zu versuchen, wichtige von unwichtigen Informationen zu unterscheiden. Zudem sollte ein auditiver Lerntyp immer auf Aussagen wie „hervorzuheben ist …“ „besonders wichtig ist …“ sowie auf Gestik und Mimik des Vortragenden achten.

Aktive Mitarbeit: ideale Lernmethode für besseren Lerneffekt
Überlegen Sie sich als auditiver Lerntyp vor Beginn der Präsenz eine oder mehrere Fragen, die Sie im Laufe der Veranstaltung für sich beantworten möchten; dies lässt Sie aufmerksam und neugierig bleiben. Auch wenn Sie als auditiver Lerntyp vor allem über den auditiven Kanal Informationen aufnehmen, schreiben Sie dennoch mit. Das entlastet das Gedächtnis, bezieht einen weiteren Sinneskanal ein und hilft Ihnen, konzentriert bei der Sache zu bleiben. Fragen Sie sich, welche Bedeutung das Gesagte für Ihren eigenen Arbeitsbereich oder für ein Gebiet hat, das für Sie von besonderem Interesse ist.

Den Lernstoff mit anderen besprechen verbessert die Lernergebnisse
Diskutieren und besprechen Sie in den Pausen das Gehörte mit den anderen Studierenden; überlegen Sie gemeinsam, welchen Inhalten Sie zustimmen und welchen Sie eher kontrovers gegenüber stehen. Als auditiver Lerntyp profitieren sie von den Gesprächen mit anderen. Knüpfen Sie bei Präsenzen Kontakte zu anderen Mitstudierenden Kontakt, gründen Sie lokale Lerngruppen oder kommunizieren Sie mit anderen Studierenden über Telefon oder Skype. Vielleicht findet sich hier ein weiterer auditiver Lerntyp mit dem Sie über den Lernstoff sprechen können.

Lautes Lesen: die Lernstrategie für auditive Lerntypen
Lesen Sie Studienbriefe und weitere Literatur nicht nur still für sich, sondern lesen Sie sich selbst vor. Ein auditiver Lerntyp kann so den Lernstoff deutlich effektiver lernen. Vielleicht findet ja auch ein Familienmitglied Interesse daran, Ihnen vorzulesen? Wenn Sie das Vorgelesene aufnehmen, können Sie es später immer wieder anhören, z.B. beim Joggen oder bei langen Auto- oder Bahnfahrten. Mittlerweile gibt es auf dem Markt auch verschiedene Apps, mit denen man sich die Studienbriefe vorlesen lassen kann: z.B. talk-Text in Sprache oder @Voice Aloud Reader. Im E-Campus können Sie die zu den Studienbriefen produzierten Video-Podcasts nutzen, um sie „nebenbei“ laufen zu lassen und sich so das Gehörte weiter einzuprägen.

Störende Geräuschkulissen vermeiden
Ein auditiver Lerntyp lässt sich meist durch Geräusche leichter ablenken. Sorgen Sie daher für eine möglichst ruhige Atmosphäre beim Lernen. Nutzen Sie eventuell eine kurze Einstiegsphase, um sich mit für Sie geeigneter Musik in eine aufnahmefähige (nicht zu entspannte, aber positive) Stimmung zu bringen.

Hörbücher aufnehmen statt Notizen verfassen
Statt wichtige Dinge schriftlich zusammenzufassen, kann ein auditiver Lerntyp bspw. selbst mit der Aufnahmefunktion des Smartphones kleine Hörbücher erstellen. Lassen Sie hierbei Ihrer Phantasie freien Lauf. Interviewen Sie sich z.B. selbst, erklären Sie sich wichtige Themen oder diskutieren Sie Vor- und Nachteile eines Themas. Sprechen Sie sich die Inhalte immer wieder laut vor. Wenn Sie andere Familienmitglieder damit nicht „belästigen“ wollen, machen Sie einen Spaziergang oder nutzen die Zeit während einer Autofahrt.

Sie sind kein auditiver Lerntyp oder präferieren neben dem auditiven Kanal weitere Sinneskanäle? Dann informieren Sie sich auf unseren anderen Beiträgen über die besten Lernmethoden der anderen Lerntypen.

 

Quellen und weiterführende Literatur:
Cottrell, S. (2010). Studieren. Das Handbuch. Heidelberg: Spektrum.
Schellenberg, E. G. & Weiss, M. W. (2013). Music and cognitive abilities. In D. Deutsch (Ed.) Psychology of music (pp. 499-550). New York: Elsevier.
Vester, F. (2000). Denken, Lernen, Vergessen. München: dtv.
Vohland, U. (1994). Hören, Sehen, Behalten. München: Humboldt.