Zur Newsübersicht
  • Blog

Kopf über Körper: wie Mona einen Ironman meisterte

3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und einen Marathon laufen? Für unsere Kollegin Mona Fakler die ultimative Herausforderung, welcher sie sich am 5. September 2021 beim IRONMAN Switzerland in Thun stellte.

Mona Fakler, Referentin der Hochschulleitung und Teamleitung Rector’s Office, ist seit April 2019 an der SRH Fernhochschule tätig. In der Schweiz hat die Triathletin nun ihren ersten Ironman absolviert. Hier nimmt sie uns mit auf die Rennstrecke, erzählt wie sie zum Triathlon kam, wie es ist die eigenen Grenzen zu überschreiten und welche Rolle die mentale Stärke dabei spielt.  

🏊‍♂️ Der Weg zum Triathlon – führte durchs Schwimmbecken

Gelaufen ist Mona schon immer gerne. Irgendwann reichte ihr das allerdings nicht mehr und sie suchte nach sportlicher Abwechslung. Das Rennrad war daher eine super Ergänzung. Als sie selbst einen Triathlon in Nachbarort miterlebte, sprang der Funke direkt über und seit diesem Tag brennt sie für das härteste Rennen der Welt. „Das war so cool. Da war für mich gleich klar, dass will ich unbedingt auch mal machen. Aber dazu musste ich erst einmal Kraulen lernen und das war ein sehr langer Weg“, erzählt Mona. Daher geht sie nun schon seit fünf Jahre mindestens zweimal die Woche zum Schwimmen.

🏁 Die Vorbereitung – das Ziel im Blick

Bereits im November 2020 begann Mona konsequent für den Ironman Switzerland zu trainieren. Das bedeutete neben einer 40 Stundenwoche noch einmal 10 bis 14 Stunden trainieren. „Viele Fragen mich wie motivierst du dich, nach der Arbeit noch so intensiv zu trainieren? Für mich ist das ganz einfach: Ich habe mein Ziel vor Augen, das treibt mich an und das wichtigste – es macht mir Spaß“, so die Ausdauersportlerin. Ihren Urlaub kurz vor dem Rennen nutzte Sie dann intensiv fürs Training und sportelte 26 Stunden in einer Woche. „Das war heftig. So viel habe ich noch nie trainiert“, erinnert sie sich. Doch dank ausgewogener Ernährung und regelmäßigen Ruhephasen konnte sie alles aus sich herausholen. Eine besondere Herausforderung in der Vorbereitung war für die Sportlerin – wie für alle – die Corona bedingten Schließungen der Schwimmbäder. Da alle Bäder geschlossen waren, stürzte sich Mona ab Mai in den 12 Grad kalten See bei ihr in der Nähe. „Das war trotz Neoprenanzug wirklich extrem kalt und unangenehm“, berichtete Mona mit einer leichten Gänsehaut.

Das Rennen – 🏊‍♂️Schwimmen, 🚴Radeln, 🏃‍♀️Laufen

Das Rennen startete vor einer malerischen Schweizer Bergkulisse. Begleitet von einem farbenfrohen Sonnenaufgang stürzte sich Mona mit den anderen Teilnehmern ins 19 Grad kalte Nass. Die Schwimmstrecke von ca. 3000 Metern (i.d.R. 3800 Meter) absolvierte sie souverän in 53:02 Minuten. „Nach einem geschmeidigen Start habe ich dann relativ schnell ein paar Seitenhiebe abbekommen, sodass Wasser in meine Schwimmbrille gelaufen ist. Daher entschied ich mich, leicht neben dem Strom zu schwimmen und mein eigenes Ding zu machen“, erzählt Mona. Als sie aus dem Wasser kommt liegt sie bereits auf Platz 6 in ihrer Altersklasse. Mit einer Zeit von 05:46:28 Stunden holte Mona auf der 180 km langen Radstrecke auf Platz 4 auf. „Das Radfahren ging superschnell vorbei in der zweiten Runde war ich immer noch mega motiviert und die Stimmung an der Strecke war grandios. Es hat sau Spaß gemacht im Schweizer Slang angefeuert zu werden“, resümiert sie vergnügt. Nun lag zwischen ihr und dem Zieleinlauf noch ein Marathon mit 42,2 km. „Als ich vom Rad gestiegen bin, dachte ich auch nur „Das ist doch verrückt – wie soll ich denn jetzt noch einen Marathon laufen? Am Ende ist alles Kopfsache. Wenn der Körper sagt `ich will mich jetzt nur noch hinlegen oder einfach stehen bleiben` dann geht noch so viel mehr“, weiß Mona. Geholfen haben ihr dabei vor allem ihre Mantras und die Strategie, die sie vorbereitet hatte.

Mit Strategie ins Ziel

Welche Strategien sich Mona überlegt hat um den Ironman zu meistern erklärt sie wie folgt: „Ich hatte mir vorher überlegt, wie ich die Motivation während dem Rennen hochhalten konnte. Das eine war der soziale Druck. Ich hatte alle meine Freunde dazu aufgefordert über die Ironman-App den Rennverlauf zu verfolgen, so konnte jeder sehen wo ich und auch meine Konkurrentinnen gerade sind und wie schnell wir uns fortbewegen. Das hat mich enorm angespornt immer weiter zu laufen, auch wenn die Füße noch so gebrannt haben. Das andere war, dass ich mir die Strecke eingeteilt habe. Beim Laufen mussten wir drei Runden laufen. Bei der ersten Runde war noch alles spannend, neu und aufregend und ich habe mir die für mich neue Gegend angeschaut. Bei der zweiten Runde habe ich mir dann immer gesagt: „Geil schon die zweite Runde – dann fehlt nur noch eine.“ Und die dritte und letzte Runde war die Härteste. Da habe ich immer nur gedacht jeden Schritt, denn ich jetzt hier mache muss ich hier nie wieder tun. Das hat mir geholfen, mich bis zum Ende zu quälen. Am Ende stand eine beeindruckende Leistung auf der Uhr: 10:43:37 Stunden! Damit belegte Mona Platz zwei in ihrer Altersklasse und verpasste nur ganz knapp die Qualifikation für den Ironman auf Hawaii. In der Gesamtwertung der Frauen belegte sie Platz 22.

Nächstes Ziel Hawaii?

Jetzt wo sich die Muskeln wieder entspannt haben, hat Mona sich schon das nächste Ziel gesetzt. „Ich will wieder an einem Ironman teilnehmen und vielleicht klappt es ja auch noch mit dem Ironman auf Hawaii“, erklärt Mona mit einem Funkeln in den Augen. Hawaii war eigentlich nie ihr vorrangiges Ziel, aber jetzt, wo sie nur 4 Minuten von der Qualifizierung entfernt war, hat sie Blut geleckt doch einmal den legendären Ironman auf Hawaii zu finishen. „Es erschien mir immer völlig utopisch, mich für dieses Rennen zu qualifizieren, aber dass ich nun so kurz davor war, hat mir gezeigt: beim Ironman ist eben doch alles möglich“, so Mona motiviert.

Alles ist möglich

Von ihrer mentalen Stärke und der Ausdauer profitiert Mona auch im Job und anderen Lebensbereichen. „Ich habe gelernt, an Dingen dranzubleiben, nicht aufzugeben und vor allem meine Ziele in Etappen einzuteilen. Wie bei meinen Rennen, wo ich mich von Runde zu Runde orientiert und motiviert habe. Jede Herausforderung ist möglich, egal wie utopisch etwas anfangs klingt. Genau das fasziniert mich beim Ironman: wie man mit mentaler Stärke über sich hinauswachsen kann“, so das Fazit der Triathletin.  

Kontakt
Amelie Störk

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

amelie.stoerk@mobile-university.de +49 7371 9315-184