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Hier berichten Studierende und Professoren über ihren Alltag und die Besonderheiten im Studium.

Kompaktpräsenz: Studenten erkunden mobiles psychophysiologisches Forschungslabor und erleben renommierten Hirnforscher

Studierende erproben das mobile psychophysiologische Forschungslabor.

Von 12.-18. Januar 2017 fand in Heidelberg eine Kompaktpräsenz des Master-Studiengangs Prävention und Gesundheitspsychologie unter der Leitung von Prof. Dr. Ahmed A. Karim statt. Für zwei Highlights sorgten die Demonstration eines mobilen psychophysiologischen Forschungslabors sowie der Vortrag des international renommierten Hirnforschers Prof. Dr. Ben Godde.

Das mobile Forschungslabor erlaubt die Messung psychophysiologischer Parameter, wie EKG, EOG, EMG und EDA. Die physiologischen Effekte von gesundheitspsychologischen Interventionsmethoden, wie etwa Achtsamkeitsübungen, können mit diesem mobilen Forschungslabor sichtbar gemacht werden. Anhand von praktischen Übungen konnten die Studenten ausprobieren, wie negative Gedanken mit physiologischen Veränderungen im Körper einhergehen. Diese können zu psychosomatischen Krankheiten führen, sofern keine geeigneten Stressbewältigungsstrategien angewendet werden. „Es gehört zu den erstaunlichsten Entdeckungen in der Gehirnforschung, dass Gedanken Materie verändern können. Erst in den letzten drei Dekaden haben wir angefangen, die beteiligten neurophysiologischen Mechanismen zu entschlüsseln“, so Prof. Dr. Karim.

Am vierten Tag der Kompaktpräsenz hielt der international renommierte Gehirnforscher Prof. Dr. Ben Godde einen Gastvortrag für die Studierenden. Diese fesselte Prof. Godde mit seinem multimedialen Vortrag zum Thema „Neuroplastizität des Gehirns: Interventionen für ein erfolgreiches Altern“. Die Forschungsergebnisse von Prof. Godde zeigen, wie man Alterungs- und degenerative Prozesse im Gehirn präventiv auffangen kann. Auch viele Professoren der SRH Mobile University waren bei dem Vortrag anwesend und beteiligten sich gemeinsam mit den Studierenden an der anschließenden Diskussion.

Der Lernerfolg der Studierenden an der SRH Fernhochschule wird von einer Vielzahl begleitender Veranstaltungen unterstützt. Dazu gehören unter anderem Präsenzveranstaltungen, Gastvorträge oder Firmenbesuche, die den Studienalltag bereichern. Diese Veranstaltungen sind nicht verpflichtend, werden von den Studierenden aber gerne wahrgenommen, weil dabei die Theorie in der Praxis erlebbar wird.

Advocacy-Seminar 2016 Silke von Beesten, Studierende Prävention und Gesundheitspsychologie

Die Teilnehmer des Advocacy-Seminars 2016 vor dem Bundestag.

Ende September 2016 ging die Seminarreihe „Advocacy – Gesundheit gemeinsam gestalten“ in die dritte Runde. Elf Studierende der Studiengänge Prävention und Gesundheitspsychologie und Wirtschaftspsychologie ergründeten gemeinsam mit verschiedenen Dozenten die Gesundheitspolitik und -wirtschaft in Deutschland.

Das Studienmodul „Advocacy“ hatte 2016 die Zivilisationskrankheiten und deren fatale gesundheitliche Folgen im Fokus: Wie können diese wirkungsvoll minimiert werden? Welche Maßnahmen sind indiziert und vielversprechend? Welche sind es nicht?

Sich mit Gesundheit zu beschäftigen bedeutet nicht nur, sich mit der Individualität des Menschen zu beschäftigen, sondern auch mit der Rolle von Gesellschaft und Politik. Insbesondere die Ursachen und Bekämpfung von Zivilisationskrankheiten sind Basis von leidenschaftlichen gesellschaftlichen und politischen Diskussionen, unterschiedlichsten Ansätzen der Prävention und einem hohen Maß an Aktionismus. Die Tatsache, dass große Teile staatlicher Gelder in die Gesundheitspolitik einfließen, lässt erkennen, dass hierauf ein besonders wichtiger Fokus gesetzt wird. Betroffene haben ein großes Interesse an Lösungen, Hilfe und Unterstützung. Dieser Anspruch wird insbesondere an die Heil- und Pflegekräfte und an die Politik gerichtet: Wer macht die Politik? Wer beeinflusst Gesetzgebung? Und wie kommen Gesetze überhaupt zustande?

Das „Advocacy“-Seminar geht von der Annahme aus, dass der Mensch im Kontext von Gesundheit in seinem Lebensumfeld, in seiner Lebenswelt, betrachtet werden muss. Dazu gehören Bildungseinrichtungen, Arbeitswelt, Zuhause, Straßenverkehr, Sport- und Freizeitgestaltung und alle Bereiche, in denen wir Menschen uns aufhalten und die zu unserem Leben dazu gehören. Alle Lebenswelten müssen dahingehend überprüft werden, ob sie im Sinne einer Gesundheitsförderung umgestaltet werden sollten. Die Idee ist, wenn alle Lebenswelten im Sinne einer Förderung von Gesundheit stark aufgestellt sind, dann kann Gesundheit insgesamt zugunsten des Individuums gestärkt werden.  Die Frage ist also, wie Lebenswelten gestaltet werden müssen, damit sie als gesund und stärkend betrachtet werden können?

Diese Fragen und Dynamiken will „Advocacy“ beleuchten. Insbesondere den Studierenden der Studiengänge mit Gesundheitsbezug soll auf diesem Weg nicht nur die Theorie, sondern auch ein hoher Praxisanteil, ein hohes Maß an Realität nähergebracht werden. Ziel des Studienmoduls „Advocacy“ ist es also insbesondere, die Lebenswelten aus der Metaebene zu betrachten und kritisch zu hinterfragen, ob Politik und Akteure des Gesundheitswesens tatsächlich immer nur den Patienten im Fokus haben.

Um diese Fragen zu ergründen kamen Dozenten aus unterschiedlichen Bereichen der Gesundheitspolitik zu Wort. Gemeinsam erfuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer komplexe Hintergründe des Zusammenspiels zwischen Gesetzgebern, Krankenkassen, Ärzten, Lobbyisten und den Patienten als Endverbraucher des Systems.

Zu Beginn des Seminars wurde zunächst in einem Vortrag erläutert, wie Prävention von Zivilisationskrankheiten wirken kann. Neben einem Leiter eines Gesundheitsamtes, der viele Jahre ebenfalls als Abgeordneter im Bundestag tätig war, konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zudem mit der Leiterin einer Selbsthilfegruppe in einen Erfahrungsaustausch gehen. In beiden Gesprächen und Vorträgen war insbesondere die Frage spannend, wie ein Thema politisch und öffentlichkeitswirksam gestaltet werden kann und wie man tatsächlich politischen Einfluss auf die Regierung nehmen kann.

Ausgehend von der Frage, wer politischen Einfluss nimmt und wie dieser vonstattengeht, zeigte eine Führung von „LobbyControl“ durch das Regierungsviertel, wie nah Politik und Lobbyismus einander sind und wie mächtig Einflüsse werden können. Mit diesen Eindrücken war das anschließende Gespräch mit der Politikern Frau Schulz-Asche von Bündnis 90/Die Grünen zum Thema Prävention als Ziel von Gesundheitspolitik ein konfrontatives. Die Nachfragen gingen in die Tiefe und die gesundheitspolitischen Zusammenhänge wurden sehr intensiv diskutiert.

Zum Zwecke des besseren Kennenlernens der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und der betreuenden Professoren wurde ein Abend in gemütlichen Beisammensein gestaltet. Die Gespräche und der persönliche Austausch, der im Kontext eines Fernstudiums eher die Ausnahme ist, haben die Advocacy-Tage auch persönlich zu einem Gewinn werden lassen.  

Redner:
Prof. Dr. Eberhard Göpel, Kooperationsverbund Hochschulen für Gesundheit
Dr. Wolfgang Wodarg, Deutsche Allianz Nichtübertragbarer Krankheiten DANK Kordula Schulz-Asche, MdB, Bündnis 90/Die Grünen
Ricarda Rabe, Selbsthilfe- Kontakt und Informationsstelle Berlin (SEKIS)
Workshop mit Erik Koszuta (Moderator): Was tue ich, damit mein Anliegen wirksam wird?
Führung Lobby-Control
Führung Bundestag  

Über die Autorin:
Silke von Beesten engagiert sich seit 2011 für Angehörige und Opfer nach Verkehrsunfällen in der Verkehrsunfall-Opferhilfe-Deutschland e.V. (VOD). Hier beobachtet sie eine politische Schieflage, die zugunsten lobbyistischer Einflüsse von Alkohol- und Automobilindustrie den Schutz von Verkehrsteilnehmern hintenanstellt. Daher räumt sie der gesundheitspolitischen Aufklärung einen hohen Stellenwert bei und vertritt die Auffassung, dass auch oder gerade Studierenden einen Blick in diese politische Welt im Rahmen der Ausbildung gewinnen sollten. (www.vod-ev.de)

Fernhochschul-Mitarbeiter einsatzbereit auch auf Sand Olympiastützpunkt Stuttgart veranstaltete 1. Beach-Volleyball Afterwork Regio Cup

v.l.n.r.: Dominik Schärmer, Hannelore Mutter, Corinne Gabriel, Bettina Groß und Markus Kässer

Auf Einladung des Olympiastützpunktes Stuttgart stellte die SRH Fernhochschule – The Mobile University eine schlagkräftige Truppe für den 1. Beach-Volleyball Afterwork Regio Cup in Stuttgart. Als Partnerhochschule des Spitzensports war es für die SRH Fernhochschule Ehrensache, der Einladung des Kooperationspartners zu folgen.

Hochmotiviert und bei Kaiserwetter nahm das Team am 12. September – bestehend aus den Verwaltungsmitarbeitern Corinne Gabriel, Bettina Groß, Hannelore Mutter, Markus Kässer und Dominik Schärmer – an hochklassigen Spielen teil. Leider blieb der Erfolg auf der Strecke. Auch wenn mangelndes Talent durch großen Einsatz wettgemacht wurde, musste man bereits in der Gruppenphase die Segel streichen. Dies tat der Stimmung aber keinen Abbruch, da das Wetter hervorragend und die Organisation des Turniers vorbildlich waren – großes Lob an den OSP Stuttgart. Auch für die nötige Verpflegung und Ausrüstung wurde gesorgt – alle Teams wurden mit Trikots ausgestattet. Bei einer weiteren geplanten Auflage im kommenden Jahr versprach das Team wieder anzutreten, dann hoffentlich mit etwas mehr Erfolg.

Ich spende 1 Euro für jeden vollständig ausgefüllten Fragebogen

Das Foto zeigt Tobias Schmittbauer (l.) mit Carola Hagenmaier bei der Spendenübergabe für die DKMS. Schmittbauer war selbst schon Spender und nimmt für die DKMS solche Termine wahr.

Absolventin Carola Hagenmaier motivierte die Teilnehmer der Befragung im Rahmen ihrer Masterarbeit durch eine Spendenaktion an die DKMS

Die Idee zur Spendenaktion hatte Carola Hagenmaier, inzwischen Absolventin des Studiengangs Wirtschaftspsychologie, Leadership & Management (M.A.), Ende 2015 in Vorbereitung ihrer Masterthesis. Ziel ihrer Arbeit war es, ein Konzept zur Autoritätszuschreibung bei Führungskräften durch Mitarbeiter zu entwickeln. Das von ihr entworfene Konzept ist werteorientiert. Ein Aspekt in diesem Zusammenhang ist Glaubwürdigkeit, die von Führungskräften verlangt, ihr Führungshandeln an allgemein geltenden Werten auszurichten.

Für sie stand schnell fest, dass ein Anreiz zur Teilnahme an der Befragung nur in Form einer gemeinnützigen Aktion erfolgen sollte. Die Entscheidung für eine Spende zu Gunsten der Deutschen Knochenmarkspendedatei (DKMS) war für Carola Hagenmaier, selbst seit langem als Spenderin registriert, eine Herzensangelegenheit.

Eine solche Untersuchung zu einem wertebasierten Führungskonzept an konsumorientierte Incentives wie beispielsweise eine Gutscheinverlosung zu koppeln, erschien mir unglaubwürdig. Ich hätte das persönlich als krassen Widerspruch zum Anliegen meines Führungskonzeptes empfunden.

Im Frühjahr 2016 hatte die damalige Studierende der SRH Fernhochschule zur Teilnahme an ihrer Befragung aufgerufen. Neben Wissenswertem zu Thema und Umfragedauer war unter anderem auch Folgendes zu lesen: „Pro vollständig ausgefülltem Fragebogen werde ich 1 Euro an die Deutsche Knochenmarkspendedatei (DKMS) spenden.“
Ihre Bilanz viel äußerst positiv aus: „Die Resonanz war wirklich großartig. Insgesamt konnte ich am Ende meiner knapp dreimonatigen Befragung 553 vollständig ausgefüllte Fragebögen vorweisen. Das war sowohl für meine Masterthesis fantastisch als auch für die Spendenaktion,“ so Carola Hagenmaier.

Durch den hohen Rücklauf an gültigen Fragebögen lag ihr für die Masterthesis eine gute Datengrundlage vor. In der Zwischenzeit hat sie sowohl Masterthesis als auch ihr Wirtschaftspsychologie-Studium sehr erfolgreich bestanden.

Den Spendenbetrag von 553 Euro hatte Carola Hagenmaier letztlich auf 600 Euro aufgerundet. Dadurch konnten 15 neue Spender in die Datei aufgenommen werden. „Die DKMS leistet großartige, wichtige Arbeit. Deshalb freut es mich ungemein, dass ich mit meiner kleinen Aktion im Rahmen meiner Masterthesis und dank der zahlreichen Teilnehmer meiner Befragung ein Stückchen dazu beitragen konnte.“