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Über uns Forschung Projekte

Forschungsprojekte an der SRH Fernhochschule

Forschungs- und Entwicklungsprojekte

Wir forschen, um die Methoden und Ergebnisse direkt in der Praxis einsetzen zu können: In Forschungs- und Beratungsprojekten unterstützen wir Organisationen unterschiedlicher Größen und Branchen. In diesem Kontext fördern wir die Kompetenzen, Fähigkeiten und die Arbeitsfähigkeit der Personen und somit auch die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Organisationen. Dabei kommt unsere Forschung weiterhin direkt unseren Studierenden zugute.  

Aktuelle Forschungs- und Entwicklungsprojekte sind u.a.:

Prädikatsarbeit - Präventiver Arbeits- und Gesundheitsschutz in der digitalisierten Industrie von morgen: Kompetenz- und alternsgerechte Arbeitsfähigkeit
Elektronische Kurzmitteilungen im Geschäftsverkehr und in der privaten Kommunikation
LernZEIT
I  Rehabilitation von Jugendlichen mit chronischen neuropsychiatrischen Störungen
Qualitätszirkel Studienerfolg
I  Hochschule 2018
Arbeits- Zeitsouveränität in Projekten

Lernmotivation und Lebensbewältigung durch Online-Communities Eine empirische Untersuchung zur Studyblr-Community

Am 04.11.2017 präsentierten Frau Professorin Angela Teichert und Hoang Long Nguyen (BA Sozialpädagogik & Management) empirische Forschungsergebnisse zur Lernmotivation und Lebensbewältigung der Nutzerinnen und Nutzer der Online Community Studyblr. Die Microblogging Tumblr ermöglicht auf einfache Art und Weise Inhalte in Form von Texten, Zitaten, Musik und Videos aus einem Blog zu veröffentlichen und zu teilen. Aufgrund seines offenen Charakters und der entsprechenden Funktionen bietet Tumblr die Möglichkeit für Nutzerinnen und Nutzer, Interessensgemeinschaften zu bilden. Eine solche Gemeinschaft ist die Studyblr-Community.

Ziel war es, mithilfe dieses Forschungsprojektes die Zusammensetzung der Mitgliedschaft der Studyblr-Community zu analysieren und den Forschungsstand hinsichtlich der Nutzung von Microblogs für das Lernen und die Lebensbewältigung der Nutzerinnen und Nutzer zu erweitern.

Im Rahmen des Forschungsprozesses wurde eine Querschnittstudie mit einem englischsprachigen Online-Fragebogen durchgeführt. Im Laufe des Erhebungszeitraumes vom 14.11.2015 bis zum 25.01.2016 nahmen insgesamt 2150 Personen (Nordamerika 51%, Europa 29%, Asien/Australien/Südamerika 18%, Afrika/Antarktis 2%) teil. Die Datenauswertung erfolgte mit quantitativen (univariaten, bivariaten) und qualitativen Methoden (strukturierte qualitative Inhaltsanalyse).

Ergebnisse aus dieser Studie können wie folgt zusammengefasst werden: Studyblr-Community ist ein autonomieunterstützender, sozialer und ressourcenorientierter Lernort, in dem sich ihre Mitglieder als kompetent und selbstwirksam erleben. Begegnung mit Gleichgesinnten fördert bei den Mitgliedern das Selbstvertrauen in die eigenen Interessen, Fähigkeiten und Aspirationen. Der Erwerb vielfältiger Handlungsfähigkeiten führt zum konstruktiven Bewältigungsverhalten. Kombination von Lernen und Bloggen und soziale Unterstützung verändern die innere Haltung der Community-Mitglieder positiv und motivieren zum Lernen.

Besonders hervorzuheben ist die Raum, Zeit- und Ortsunabhängigkeit, die Anonymität, die gegenseitige Unterstützung und die ästhetische Ansprechbarkeit der Beiträge. Die gewonnen Erkenntnisse zum Kompetenzerwerb, zur Lernmotivation und zur Lebensbewältigung wurden in einem Modell (Nguyen/Teichert, 2016) konstruiert.

Bei diesem Modell handelt es sich um einen Ansatz zur Erklärung, wie Online-Communities ihre Nutzerinnen und Nutzer dabei unterstützen können, Lernsituationen, vor allem kritische Lernsituationen zu bewältigen. Es wird davon ausgegangen, dass sich das Individuum in einer nicht zufrieden stellenden Lernsituation befindet. (z.B. Überforderung, schlechte Leistungen, geringe Lernmotivation.) Bislang verfügbare Ressourcen reichen nicht aus und das psychosoziale Gleichgewicht ist gefährdet. Es wird eine Bewältigung der Situation angestrebt und nach psychosozialer Handlungsfähigkeit gesucht. Das Individuum tritt der Studyblr-Community mit eigenen Zielsetzungen bei und befindet sich in einem neuen Lernkontext. Dieser neue Lernkontext bietet: eine Microblogging-Plattform, die zeit- und ortsunabhängig genutzt werden kann. Diese Autonomie beinhaltet zudem die individuelle Lerngestaltung. Die soziale Eingebundenheit in eine soziale Gruppe vermittelt Unterstützung, Akzeptanz und Ermutigung. Anhand der vielfältigen Funktionen von Tumblr können Ressourcen zugänglich gemacht werden und in der Community kumulieren. Die Nutzerinnen und Nutzer profitieren gegenseitig voneinander und motivieren sich. Durch die Interaktion mit der Community und die Bereitstellung von Ressourcen werden Fähigkeiten erlernt, die sich in einer Handlungskompetenz bündeln. Die Interaktionen in der Online-Community in Verbindung mit den genannten Faktoren erzielen folgende Wirkung: Der Erwerb von Handlungskompetenz, eine Steigerung der Lernmotivation, eine Steigerung der Selbstwirksamkeit. Der erfolgreiche Bewältigungsprozess führt zunächst zu einer zufriedenstellenden Lernsituation.

Digitalisierung, Demographie und Diversity – neue Impulse aus dem Forschungsprojekt Prädikatsarbeit

Prof. von Garrel stellt aktuelle Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt PRÄDIKATSARBEIT vor.

Am 06. April 2017 fand im Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart die Auftaktveranstaltung „New Work – Digitalisierung, Demographie und Diversity“ zur Workshop-Reihe „5 Standorte- 5 Altersgruppen - 5. Deutscher Diversity-Tag der Charta der Vielfalt“ statt, die die SRH Hochschulen gemeinsam mit ddn e.V. und der Charta der Vielfalt veranstaltet.

Nach einer Einführung der Journalistin und Autorin Margaret Heckel und einem Vortrag von Dr. Jan Oltmanns vom Mercedes-Benz Werks Bremen zur Ausstellung „EY ALTER“, stellte auch Prof. Dr. Jörg von Garrel von der SRH Fernhochschule aktuelle Forschungsergebnisse aus dem Projekt PRÄDIKATSARBEIT (FKZ: 02L14A093) als Impulsvortrag vor. Den rund 40 Teilnehmern aus der betrieblichen Praxis konnten so aktuelle Erkenntnisse zur Veränderung der Arbeitswelt in produzierenden Unternehmen gewährt werden.

Im Anschluss an den Vortrag ging es in die Gruppendiskussionen, in die auch Paul Bittner M.Sc. als Projektleiter von PRÄDIKATSARBEIT weitere Erkenntnisse der Forschungsprojektes einfließen lassen konnte. Zum Abschluss der Veranstaltung stellten die Teilnehmer der einzelnen Runden ihre Erkenntnisse vor. Bestimmende Themen waren der Flexibilisierung der Arbeit sowie die Wertschätzung der Beschäftigten durch das Unternehmen in Zeiten der Digitalisierung.

 

 

Projekt Prädikatsarbeit stellt aktuelle Ergebnisse vor

Prof. Dr. Jörg von Garrel erklärt im Workshop Inhalte zum Thema "Arbeitsfähigkeit 4.0".

Wie wird die Digitalisierung unsere Arbeit beeinflussen?

Am 24. und 25. März 2017 fand in Mannheim die von der SRH Fernhochschule ausgerichtete Veranstaltung „Gesundheit – Arbeit – Prävention: Hintergründe gesunder Arbeit und Handlungsoptionen für Entscheider“ statt. Neben Vorträgen, unter anderem zu den Themen betriebliches Gesundheitsmanagement, Burnout und Salutogenese, wurden von Prof. Dr. Jörg von Garrel in seinem Impulsvortrag „Arbeitsfähig sein und bleiben – der Mensch in der Industrie 4.0“ aktuelle Ergebnisse aus dem vom BMBF geförderten Forschungsprojekt Prädikatsarbeit vorgestellt.

Mit diesen Erkenntnissen ging es für die rund 170 Teilnehmer, allesamt aus der betrieblichen Praxis, anschließend in die Workshops. An dem von Prof. Dr. Manfred Mühlfelder konzipierten Workshop „Arbeitsfähigkeit 4.0“ nahmen insgesamt 100 Teilnehmer teil. Auf Basis der Faktoren der Arbeitsfähigkeit – Gesundheit, Kompetenz, Werte und Einstellungen sowie Arbeitsbedingungen und Führung – wurden die Entwicklungen im Kontext der zunehmenden Digitalisierung der eigenen Arbeit in kleinen Gruppen mit den Experten aus Prädikatsarbeit diskutiert. Die Aussagen der Teilnehmer liefern für Prädikatsarbeit wichtige Ansatzpunkte zur Gestaltung eines präventiven Arbeits- und Gesundheitsschutzes in der digitalisierten Wirtschaft.

Hier geht es zu den Ergebnissen des Workshops. Mehr zu Prädikatsarbeit erfahren Sie auf der Projektwebsite.

Sie haben Fragen? Dann sprechen Sie uns an.

Jörg von Garrel

Prof. Dr. Jörg von Garrel

Hochschulleitung

Prorektor Forschung und Qualitätsentwicklung, Studiengangsleiter Wirtschaftsingenieurwesen (B.Sc.) und Digital Management & Transformation (M.Sc.), Leiter diverser Hochschulzertifikate
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Christian Beditsch

Christian Beditsch

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