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Pressemitteilung

Gute Risikokommunikation kann Sicherheit bieten

Persönliche Begegnungen auf ein Minimum reduzieren, 1,5 Meter Abstand halten und eine Maske tragen: Konkrete Handlungsempfehlungen bieten uns Sicherheit in der Corona-Pandemie.

Doch wovor haben wir bei einem Risiko wie dem Corona-Virus eigentlich Angst? Und was rate ich jemandem, der unsicher ist? Prof. Dr. Falk Tennert leitet das Hochschulzertifikat Digitale Risiko- und Krisenkommunikation gemeinsam mit Frau Prof. Dr. Angela Bittner-Fesseler an der SRH Fernhochschule – The Mobile University und beleuchtet die Kommunikation rund um Corona.

Konkrete Handlungsempfehlungen bieten uns Sicherheit in der Corona-Pandemie Das Foto ist bei Nennung der Quelle (©rcfotostock/AdobeStock) zum Abdruck freigegeben.

Das Corona-Virus beeinträchtigt unser Leben in vielen Bereichen und manchmal haben wir deswegen auch Angst. Doch wie können diese Ängste und Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Corona-Virus abgebaut werden? Prof. Dr. Falk Tennert leitet das Hochschulzertifikat Digitale Risiko- und Krisenkommunikation gemeinsam mit Prof. Dr. Angela Bittner-Fesseler an der SRH Fernhochschule und erklärt, warum klare Handlungsempfehlungen uns in der Corona-Pandemie Sicherheit bieten.

Klare Strukturen schaffen Vertrauen

Ein Risiko wie das Corona-Virus wird von uns als „ungutes Gefühl“ wahrgenommen. Negative Konsequenzen eines Verhaltens oder Ereignisses wie das einer viralen Erkrankung sind mit Ängsten verbunden. Um die Unsicherheit zu reduzieren, sind klare Strukturen und Kommunikationswege wichtig. Das schafft – zumindest theoretisch – Sicherheit und Vertrauen. Eine Pandemie stellt dabei ein Extremereignis dar und die medizinische Erforschung des neuen Erregers liefert nur schrittweise neue Erkenntnisse. „Diese Faktoren sind eine große Herausforderung für eine gute und konsistente Risikokommunikaton, da sich die Bedingungen und Erkenntnisse fortlaufend verändern und die Kommunikation entsprechend angepasst werden muss. Ein Beispiel hierfür ist die grundlegende Empfehlung zum Einhalten des Sicherheitsabstandes oder dem Tragen von Schutzmasken“, so Professor Tennert.

Bedingungen guter Risikokommunikation

Risikokommunikation hat drei grundlegende Ziele: Informationsvermittlung, Risikosensibilisierung und Verhaltensänderung. Übertragen auf die Corona-Pandemie bedeutet das: Alle über die neue Viruserkrankung zu informieren, hinsichtlich der Ansteckungswege und Folgewirkungen zu sensibilisieren und Schutzmaßnahmen zu vermitteln. Wichtig ist auch, dass die faktenbasierten Informationen klar und allgemeinverständlich dargestellt werden und von glaubwürdigen Sprechern wie Wissenschaftlern, Behörden oder vertrauenswürdigen Journalisten kommuniziert werden.

Unterschiedliche Risikowahrnehmung

Risiken werden dabei grundlegend in objektive und subjektive Risiken unterschieden. Objektive Risikoeinschätzungen werden in der Regel von Experten vorgenommen, während subjektive Risikowahrnehmungen von Laien getroffen werden. Laien orientieren sich an Faktoren wie: Kann ich das Risiko kontrollieren? Wie schätze ich die Tragweite einer Gefahr ein? Gerade bei schönem Wetter und wenn kein Infektionsfall aus dem Verwandten- und Freundeskreis bekannt ist, tendieren viele dazu, auch mal wieder in der Sonne ein Eis zu essen und weniger auf den Mindestabstand zu achten. Die subjektive Wahrnehmung weicht dabei von der objektiven Risikoeinschätzung ab: Die objektive Wahrscheinlichkeit, sich oder andere zu infizieren, ist gleichgeblieben.

Persönlicher Umgang mit dem Risiko

Wenn jemand aus dem eigenen Umfeld oder man selbst unsicher ist, was getan werden kann, um das Risiko einer Ansteckung mit Corona gering zu halten, rät der Experte: „Grundsätzlich sollte man sich an die behördlichen Empfehlungen halten, um Risiken für sich und andere zu minimieren. Alle öffentlichen Einrichtungen wie Schulen oder Hochschulen haben Hygienepläne auf Basis der Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes formuliert. Das ist die zentrale Grundlage für eine Risikominimierung. Außerdem sollte jeder auch eine Risikokompetenz entwickeln, also die Fähigkeit, sich zu informieren und sein eigenes Verhalten kritisch zu reflektieren. Auch wie man mit einem speziellen Risiko wie dem Corona-Virus umgeht, sollte man überdenken. Eine solche Risikokompetenz ist nicht nur bei Gesundheitsthemen nötig, sondern auch im Finanzbereich oder im Umgang mit digitalen Technologien sinnvoll.“

Für weiterführende Informationen und Interviewanfragen steht Ihnen unser Experte gerne zur Verfügung. Wir würden uns freuen, wenn Sie dieses aktuelle Thema redaktionell aufgreifen.

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