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Pressemitteilung

Wie wirkt sich Tinder auf unsere Persönlichkeit aus?

Rund 16,8 Millionen Singles leben in Deutschland und viele von ihnen sehnen sich nach der großen Liebe. Gutes Kapital für die über 2.500 Singlebörsen hierzulande, denn bereits heute nutzen 82% der Singles Online-Dating-Plattformen, um den oder die eine kennenzulernen.

Auf den ersten Blick verlockend, doch wie wirkt sich eine Plattform wie Tinder auf unsere Persönlichkeit und unser Leben aus? Philipp Lange studiert an der SRH Fernhochschule – The Mobile University im Master Wirtschaftspsychologie und hat dies im Rahmen seines repräsentativen empirischen Forschungsprojekts untersucht.

Online-Dating wird immer populärer, die Auswirkungen auf die Nutzer sind jedoch noch mangelhaft erforscht Das Foto ist bei Nennung der Quelle (©Pixel-Shot/AdobeStock) zum Abdruck freigegeben.

Dass Dating-Apps seit Jahren immer beliebter werden, ist nichts Neues. Deren Auswirkungen auf die Persönlichkeit und das Leben der Nutzerinnen jedoch schon: Philipp Lange studiert Wirtschaftspsychologie im Master an der SRH Fernhochschule – The Mobile University und hat diese im Rahmen seines repräsentativen empirischen Forschungsprojekts untersucht.

Die Studie, welche sich rein auf weibliche Nutzer der Dating-Plattform Tinder beschränkt, förderte Erstaunliches zu Tage: Obwohl Onlinedating uns das Leben einfacher machen soll, bewirkt es oftmals das Gegenteil. Denn die Kontaktaufnahme auf Tinder mit einem Swipe nach rechts oder deren Ablehnung nach links scheint erstmal einfach – aber nicht mehr bei rund 2,3 Millionen potenziellen Partnern.

Obwohl Online-Dating bei der Partnersuche eine immer größere Rolle spielt, hält sich das Vorurteil hartnäckig, dass Onlinedating besonders von introvertierten und kontaktscheuen Personen genutzt wird. Die Frauen, welche Tinder tatsächlich nutzen, sind aber tendenziell offen, extrovertiert und verträglich und haben eine höhere Bereitschaft für Kontakt mit fremden Menschen als der Durchschnitt. Je länger Frau jedoch tindert, desto unsicherer und verschlossener wird sie. Eine hohe Anzahl von Treffen mit potenziellen Partnern pro Monat wirkt sich ebenso negativ aus.

Diese negativen Auswirkungen können bis zu depressiven Begleiterscheinungen in Abhängigkeit der Nutzung reichen. Das Onlinedating wird von 84,4% der Nutzerinnen als nicht hilfreich wahrgenommen, sodass sich die investierte Zeit im Hinblick auf eine Beziehungssuche negativ auf das Selbstbild auswirkt. Die gemachten Erfahrungen werden negativ interpretiert, wodurch depressive Erscheinungen und Selbstentwertung auftreten.

Weiterhin auf Partnersuche könnte Frau im „echten“ Leben den ersten Schritt wagen und eine*n potenzielle*n Partner*in anflirten. Allerdings nehmen trotz der negativen Erfahrungen die Kontaktversuche über Plattformen weiterhin zu und der reale Sozialkontakt nimmt ab. Falls Sie also eine Freundin kennen, die tindert: Ermutigen Sie sie ruhig, das Handy beiseitezulegen und die Augen offen zu halten – ob in der Bahn, beim Bäcker oder beim Sport.

Philipp Lange zu seinem Forschungsprojekt: „Trotz der rasant steigenden Nutzerzahlen ist es ist bisher mangelhaft erforscht, was langfristig mit den Nutzern passiert. Meine Studie soll den Grundstein für weitere Forschung in diesem Feld legen. Ein Trend, der in den folgenden Jahren bis zu 2,35 Millionen Menschen betreffen wird, sollte auf seine potenzielle Schädlichkeit hin analysiert werden."

Für Interviewanfragen und weiterführende Informationen steht Ihnen Herr Lange gerne zur Verfügung. Wir würden uns freuen, wenn Sie die Ergebnisse der Studie journalistisch aufgreifen.

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