Inklusion und Teilhabe (B.A.)
Die Spezialisierung Pädagogik im Studiengang Inklusion und Teilhabe (B.A.) richtet sich an alle, die Bildungs- und Lernprozesse aktiv, reflektiert und inklusiv gestalten möchten. Sie vertiefen Ihr Verständnis dafür, wie Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen lernen, sich entwickeln und an Bildungsangeboten teilhaben können. Dabei steht die Verbindung von pädagogischer Theorie und praxisnaher Anwendung im Mittelpunkt.
Im Fokus der Spezialisierung stehen die professionelle Gestaltung von Lehr- und Lernsettings, die Entwicklung von Kompetenzen sowie der bewusste Umgang mit Vielfalt, Heterogenität und individuellen Lernbedarfen. Sie setzen sich mit didaktischen Konzepten, Lern- und Entwicklungsprozessen sowie aktuellen Herausforderungen pädagogischer Arbeit auseinander – von Erwachsenenbildung über Trainings- und Kompetenzentwicklung bis hin zu berufsfeldspezifischer Didaktik.
Ziel ist es, Sie auf verantwortungsvolle Tätigkeiten in Bildungs-, Sozial- und Gesundheitskontexten vorzubereiten. Sie erwerben die Fähigkeit, Lernprozesse zielgruppengerecht zu planen, zu begleiten und zu evaluieren und reflektieren zugleich Ihre eigene pädagogische Rolle. Damit qualifizieren Sie sich für vielfältige Aufgaben an der Schnittstelle von Bildung, Inklusion und gesellschaftlicher Teilhabe.
Modulinhalte
In den 4 Modulen der Vertiefung Pädagogik des Bachelorstudiengangs Inklusion und Teilhabe (B.A.) vertiefen Sie Ihr entsprechendes Fachwissen und schaffen sich so ein Profil als Experte für die Pädagogik in der Inklusion. Die Spezialisierungsmodule absolvieren Sie im fünften Semester.
Inhalte des Moduls
Das Modul Pädagogische Psychologie vermittelt fundierte Kenntnisse darüber, wie Lernprozesse wirksam geplant, gestaltet und reflektiert werden können. Sie setzen sich mit zentralen Grundlagen der pädagogischen Psychologie auseinander und lernen unterschiedliche Modelle und Theorien des Lernens kennen. Ein besonderer Fokus liegt auf den neurobiologischen Grundlagen des Lernens sowie auf der Typologie von Lernenden, ihren Lernstilen und Lernpräferenzen. Darauf aufbauend beschäftigen Sie sich mit pädagogisch-psychologischen Referenzmodellen und dem Prinzip des Constructive Alignment, das Lernziele, Lerninhalte und Lernmethoden systematisch miteinander verknüpft.
Darüber hinaus lernen Sie, didaktische Settings zielgruppengerecht zu gestalten und angemessene Lehr- und Lernmethoden auszuwählen – auch unter Berücksichtigung inklusiver und heterogener Lernkontexte. Der Umgang mit Störungen im Lernprozess sowie der professionelle Einsatz von Medien in der Lehre sind weitere zentrale Inhalte. Ergänzend befassen Sie sich mit der Evaluation von Lernprozessen, sowohl formativ als auch summativ, und entwickeln eigene didaktische Leitfäden, Lernziele und Evaluationsinstrumente für unterschiedliche Bildungssituationen.
Vermittelte Kompetenzen
Im Modul erwerben Sie umfassende fachliche und methodische Kompetenzen zur professionellen Gestaltung von Lehr- und Lernsettings. Sie sind in der Lage, zentrale Konzepte und Modelle der pädagogischen Psychologie sicher einzuordnen und auf unterschiedliche pädagogische Situationen anzuwenden. Lernziele können von Ihnen klar formuliert, operationalisiert und mit passenden Inhalten sowie Methoden verknüpft werden. Dadurch gewinnen Sie Sicherheit im Umgang mit Constructive Alignment und der systematischen Planung von Bildungsangeboten.
Darüber hinaus entwickeln Sie die Fähigkeit, zielgruppengerechte Lernformate für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu konzipieren und deren Wirksamkeit durch geeignete Evaluationsmethoden zu überprüfen. Sie reflektieren Ihre Rolle als Lehrende oder pädagogische Fachkraft kritisch und handeln professionell in heterogenen, inklusiven Lernumgebungen mit Fokus auf Inklusion und Teilhabe.
Auch soziale und personale Kompetenzen werden gestärkt: Sie gestalten Feedbackprozesse konstruktiv, kommunizieren adressatengerecht und gehen souverän mit Störungen oder Konflikten im Lernprozess um. Insgesamt befähigt Sie das Modul, Lernprozesse bewusst zu initiieren, zu begleiten und kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Inhalte des Moduls
Das Modul Methoden der Erwachsenenbildung vermittelt Ihnen fundierte theoretische und praxisnahe Grundlagen für die Gestaltung professioneller Lehr-Lernprozesse mit erwachsenen Lernenden. Sie setzen sich mit den zentralen Merkmalen der Erwachsenenbildung auseinander und ordnen diese in den Kontext des lebenslangen Lernens ein. Dabei lernen Sie didaktische Leitprinzipien sowie unterschiedliche Phasenmodelle kennen, die eine strukturierte Planung und Durchführung von Bildungsangeboten ermöglichen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Vielfalt von Lehr-Lern-Methoden: von aktivierenden Einstiegsformaten über Methoden zur Wissensaktivierung und Wissensaneignung bis hin zu Reflexions- und Abschlussformaten. Ergänzt wird dies durch Kreativmethoden sowie kurze Aktivierungs- und Motivationsimpulse für den Lernprozess. Sie befassen sich zudem mit dem Konzept des selbstorganisierten Lernens und der Rolle der Lernberatung in unterschiedlichen Bildungskontexten.
Darüber hinaus greift das Modul aktuelle Entwicklungen auf, darunter Digitalisierung, agiles Lernen und neue Trends wie New Learning oder Gamification. Diese Inhalte verdeutlichen die Notwendigkeit eines flexiblen und zukunftsorientierten Verständnisses von Erwachsenenbildung.
Vermittelte Kompetenzen
Im Modul entwickeln Sie umfassende fachliche, methodische und personale Kompetenzen für die professionelle Erwachsenenbildung. Sie sind in der Lage, zentrale Begriffe und Konzepte der Erwachsenenbildung sicher einzuordnen und didaktische Leitprinzipien sowie Phasenmodelle gezielt anzuwenden. Unterschiedliche Lerntypen können von Ihnen erkannt und bei der Planung von Lehr-Lernprozessen angemessen berücksichtigt werden.
Darauf aufbauend erwerben Sie die Fähigkeit, Lehrveranstaltungen didaktisch fundiert zu konzipieren, passende Methoden auszuwählen und diese zielorientiert einzusetzen. Sie gestalten Lernprozesse sowohl analog als auch digital und nutzen digitale Medien sowie agile Methoden, um Lernen flexibel und praxisnah zu unterstützen. Zudem entwickeln Sie Kompetenzen in der Lernberatung, indem Sie individuelle Lernsituationen analysieren und passende Lösungsansätze erarbeiten.
Auch Ihre Selbst- und Sozialkompetenzen werden gestärkt: Sie reflektieren Ihre Rolle als Lehrende und Lernende, gehen konstruktiv mit Feedback um und arbeiten kooperativ in Gruppen. Insgesamt befähigt Sie das Modul, Lernprozesse professionell zu moderieren, zu evaluieren und kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Inhalte des Moduls
Das Modul Berufsfelddidaktik und Unterrichtsgestaltung in den Gesundheitsfachberufen vermittelt Ihnen fundierte theoretische und praxisnahe Grundlagen der Pflegedidaktik. Im Fokus stehen zentrale didaktische Modelle für die Ausbildung im Pflegeberuf sowie deren Abgrenzung zur allgemeinen Didaktik. Sie setzen sich mit Lerntheorien, handlungsorientierten und problembasierten Lernansätzen auseinander und lernen, Lernprozesse gezielt zu unterstützen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Gestaltung von Lehr-Lernarrangements in unterschiedlichen Lernorten – Schule und Betrieb – sowie auf dem Zusammenspiel von Theorie-Praxis-Transfer. Sie befassen sich mit der Planung und Durchführung von theoretischem und praktischem Unterricht, professionellem Präsentieren und dem Umgang mit Störungen und Herausforderungen im Unterrichtsalltag. Auch Leistungsbeurteilung, Prüfen und Bewerten sind zentrale Inhalte.
Darüber hinaus lernen Sie Rollenverständnis, Aufgaben und rechtliche Grundlagen der Praxisanleitung in der Pflege kennen. Anhand von Fallbeispielen üben und reflektieren Sie die Gestaltung von Lernangeboten und Anleitungssituationen in verschiedenen Praxisfeldern der Pflege.
Vermittelte Kompetenzen
Im Modul entwickeln Sie umfassende fachliche und methodische Kompetenzen für die professionelle Gestaltung von Unterricht und Anleitung in den Gesundheitsfachberufen. Sie sind in der Lage, zentrale Modelle der Pflegedidaktik sicher einzuordnen, von allgemeindidaktischen Ansätzen abzugrenzen und gezielt für die Unterrichtsgestaltung zu nutzen. Unterschiedliche Lerntheorien können von Ihnen reflektiert und situationsangemessen angewendet werden.
Sie erwerben die Fähigkeit, praktische Anleitungen vorzubereiten und durchzuführen sowie theoretische Unterrichtseinheiten methodisch fundiert zu planen. Dabei wählen Sie zielorientiert passende Methoden aus, gestalten lernaktivierende Settings und beziehen Lernende aktiv in den Unterrichtsprozess ein. Zudem beurteilen und bewerten Sie Ausbildungssituationen professionell und setzen Präsentationstechniken adressatengerecht ein.
Auf persönlicher Ebene entwickeln Sie ein eigenes pädagogisches Selbstverständnis und reflektieren Rollenwechsel sowie Spannungsfelder zwischen Lehren und Lernen im Pflegeberuf. Ihre Kommunikations- und Kooperationskompetenz wird gestärkt, indem Sie Entscheidungen begründet vertreten und konstruktiv mit allen an der Pflegeausbildung Beteiligten zusammenarbeiten.
Inhalte des Moduls
Das Vertiefungsmodul Training und Kompetenzentwicklung fokussiert die professionelle Gestaltung wirksamer Trainingsmaßnahmen in schulischen, außerschulischen und beruflichen Kontexten. Sie setzen sich mit den didaktischen Grundlagen eines Trainingsdesigns auseinander und lernen, welche Rahmenbedingungen effektives Lernen begünstigen. Ein zentraler Bestandteil ist die reflektierte Ausgestaltung der Trainerrolle als Learning Facilitator, der Lernprozesse gezielt initiiert und begleitet.
Sie beschäftigen sich mit unterschiedlichen Trainingszielen, Trainingsformen und Trainingsmethoden sowie mit der Erstellung von Trainingsmanualen und -materialien. Dabei betrachten Sie handlungsorientierte Trainings auf der Makro-, Meso- und Mikroebene und lernen, Inhalte, Methoden und Ziele systematisch aufeinander abzustimmen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Trainingsevaluation: Anhand des Modells von Kirkpatrick analysieren und bewerten Sie Lerngewinn und Lerntransfer, um Trainingsmaßnahmen kontinuierlich zu verbessern.
Ergänzend nehmen Sie an einem ausgewählten Training teil und reflektieren dieses kritisch im Abgleich mit theoretischen Vorgaben. Dadurch vertiefen Sie Ihr Verständnis für Qualitätsstandards und wirksame Gestaltung von Trainings in einer dynamischen, digitalen Lernwelt.
Vermittelte Kompetenzen
Im Modul entwickeln Sie fundierte fachliche, methodische und personale Kompetenzen für die Konzeption, Durchführung und Evaluation von Trainingsmaßnahmen. Sie sind in der Lage, unterschiedliche Trainingsformate im Kontext der Kompetenzentwicklung sicher einzuordnen und zielgruppengerecht zu gestalten. Trainingsziele können von Ihnen klar benannt, operationalisiert und mit passenden Inhalten sowie Methoden verknüpft werden – auch im Sinne eines konsequenten Constructive Alignment.
Darüber hinaus erwerben Sie die Fähigkeit, Trainingsmaterialien professionell zu entwickeln, einzusetzen und kritisch zu bewerten. Sie gestalten Lernprozesse lernerzentriert, wählen geeignete didaktische Methoden aus und überprüfen die Effektivität und Effizienz von Trainingsmaßnahmen mithilfe formativer und summativer Evaluationsverfahren.
Auf persönlicher Ebene reflektieren Sie Ihre Rolle als Lehrende oder Trainer und handeln professionell im Umgang mit heterogenen Lerngruppen. Ihre Kommunikations- und Kooperationskompetenz wird gestärkt, indem Sie Feedbackprozesse konstruktiv gestalten, zielgruppengerecht kommunizieren und kooperative Lernsettings fördern. Insgesamt befähigt Sie das Modul, Trainingsprozesse verantwortungsvoll zu steuern und nachhaltig weiterzuentwickeln.
Berufsperspektiven im Bereich Pädagogik
Die Spezialisierung Pädagogik im Studiengang Inklusion und Teilhabe (B.A.) eröffnet Ihnen vielseitige Berufsperspektiven in Bildungs-, Sozial- und Gesundheitskontexten. Sie qualifizieren sich für Tätigkeiten, bei denen die Gestaltung inklusiver Lern- und Entwicklungsprozesse im Mittelpunkt steht. Als Pädagogische Fachkraft arbeiten Sie beispielsweise in Bildungseinrichtungen, sozialen Organisationen oder Projekten der Teilhabe- und Förderarbeit. In der Rolle als Inklusionspädagoge bzw. Inklusionspädagogin unterstützen Sie Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen beim Zugang zu Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe.
Darüber hinaus bieten sich Einsatzmöglichkeiten als Bildungsreferent:in oder Trainer:in für Kompetenzentwicklung, etwa in der Erwachsenenbildung, in Verbänden oder in der beruflichen Weiterbildung. Auch Tätigkeiten als Lernberater:in oder Praxisanleiter:in – insbesondere in sozial- oder gesundheitsbezogenen Arbeitsfeldern – sind möglich. Ergänzend können Sie in Projekten der Bildungs- und Sozialarbeit, im Qualitätsmanagement von Bildungsangeboten oder in der Konzeptentwicklung für inklusive Lernsettings tätig werden. Insgesamt bereitet Sie die Spezialisierung auf verantwortungsvolle Aufgaben vor, in denen Pädagogik, Inklusion und Teilhabe praxisnah miteinander verbunden werden.