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Klimaneutral? Klar!

Christian Beditsch, Nachhaltigkeitsmanager (TÜV) der SRH Fernhochschule, ist auf der Expedition durch den Begriffsdschungel der Nachhaltigkeit unser Reiseführer. Unser Ziel: die klimaneutrale Hochschule.

Seitdem der Klimawandel in aller Munde ist, wollen Unternehmen und Verbraucher klimaneutral sein. Doch was bedeutet es eigentlich, „klimaneutral“ zu sein? Wieso haben wir uns dafür entschieden, klimaneutrale Hochschule zu werden? Christian Beditsch, Nachhaltigkeitsmanager (TÜV) der SRH Fernhochschule, ist auf der Expedition durch den Begriffsdschungel der Nachhaltigkeit unser Reiseführer. Unser Ziel: die klimaneutrale Hochschule. 

💡 Einfach erklärt

Klimaneutral, was bedeutet das?

Durch die Herstellung eines Produktes oder die Bereitstellung einer Dienstleistung können klimaschädliche Treibhausgase entstehen. Ist ein Produkt nun klimaneutral, wird durch die Bereitstellung dieses Produktes die Menge an klimaschädlichen Treibhausgasen in der Atmosphäre nicht weiter erhöht. Klimaneutralität sollte hierbei idealerweise durch eine weitgehende Reduktion von ausgestoßenen Treibhausgasen erreicht werden, also durch die Entwicklung CO2-neutraler Produkte oder Dienstleistungen. Die verbleibenden Emissionen werden kompensiert, in dem international zertifizierte Klimaschutzprojekte in Ländern niedrigen und mittleren Einkommens finanziert werden. Beispiele hierfür sind Projekte aus den Bereichen Solarenergie, Waldschutz, Wasserkraft und Windenergie.

Was ist ein CO2-Fußabdruck?

Der CO2-Fußabdruck ist das Maß für die Menge an Treibhausgasen (gemessen in CO2-Äquivalenten), die direkt und indirekt, durch die Aktivitäten eines Einzelnen, eines Unternehmens, einer Organisation, einer Veranstaltung oder eines Produkts entstehen. Er bezieht die Emissionen von Rohstoffen, Produktion, Transport, Handlung, Nutzung, Recycling und Entsorgung ein.  

Was ist der Grundgedanke des CO2-Fußabdrucks?

Eine Grundlage zu schaffen, um die Einflüsse einer Aktivität auf das Klima zu messen, zu bewerten und zu vergleichen. Dadurch können notwendige Minderungspotenziale erkannt, Maßnahmen erarbeitet und deren Wirksamkeit beurteilt werden.  

Was sind Scopes?

Scopes sind Kategorien, die die Art der entstehenden Treibhausgase nach ihrer Quelle aufzeigen. Basierend auf dem Greenhouse Gas Protocols lassen sie Treibhausgase so nach Scope 1, Scope 2 und Scope 3 aufteilen:
Scope 1 Direkte Emissionen z.B. Fuhrpark
Scope 2 Indirekte Emissionen durch bezogene Energien z.B. Stromverbrauch, Wärmeverbrauch
Scope 3 Weitere indirekte Emissionen z.B. Geschäftsreisen, Abfallmanagement

🌍🏦 Klimaneutrale Hochschule

Warum sind wir klimaneutrale Hochschule?

Klimaschutz ist wichtig und die Zeit drängt. Die Folgen der Erderwärmung werden spürbarer und der Druck auf Politik und Unternehmen größer. Dass wir dem menschengemachten Klimawandel dringend entgegen wirken müssen, darüber besteht inzwischen weltweit Einigkeit. Die Prognose des aktuellen UNO-Weltklimaberichts des Weltklimarats IPCC: Bereits 2030 droht eine Erderwärmung um 1,5°C – zehn Jahre früher als prognostiziert. Der Klimawandel stellt eine reale Gefahr dar und wird zukünftige Generationen noch stärker betreffen, als es heute schon der Fall ist. Dieser Trend lässt sich nur verlangsamen, wenn jede und jeder Einzelne von uns sofort und konsequent handelt! Darum haben wir uns als SRH Fernhochschule entschlossen, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Wir haben den CO₂-Fußabdruck unserer Hochschule ermittelt, ausgewählte CO₂-Kompensationsprojekte unterstützt und so die SRH Fernhochschule klimaneutral gestellt. Im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie haben wir weitere Maßnahmen geplant, um Treibhausgase einzusparen.

Unser CO2-Fußabdruck und wie wir ihn verringern

Wir als SRH Fernhochschule haben unseren Fokus auf den Corporate-Carbon-Footprint gelegt – er gibt den CO2-Fußabdruck eines Unternehmens an. 
Um Treibhausgase einzusparen, muss man die Treibhausgas-Bilanz natürlich erstmal ermitteln. Wir haben unseren CO2-Fußabdruck für die Jahre 2019 und 2020 von einer externen, unabhängigen Agentur berechnen lassen. In die Berechnung der Treibhausgas-Emissionen unserer Hochschule werden die sieben vom Weltklimarat IPCC und im Kyoto-Protokoll festgelegten Haupttreibhausgase einbezogen. Das Ergebnis: Jede r unserer Mitarbeitenden hat einen CO2-Fußabdruck von 2,2t pro Jahr. Das ist für eine Hochschule bereits ein niedriger Wert, aber mit Blick auf die Folgen der Erderwärmung noch nicht niedrig genug. 
Deshalb arbeiten wir daran, unsere Bilanz weiter zu senken. Unsere Treibhausgase der letzten beiden Jahre haben wir durch 566 Klimaschutzzertifikate kompensiert. Diese wurden nach dem international anerkannten Zertifizierungsstandard VCS (Verified Carbon Standard) akkreditiert, freigegeben und kontrolliert. Konkret bedeutet das 566 vor dem Abholzen dauerhaft geschützte Bäume in Brasilien. Da wir darüber hinaus die regionale Biodiversität fördern wollen, haben wir zusätzlich 566 neue Bäume im Schwarzwald pflanzen lassen.  

So sparen wir bereits Treibhausgase ein

Wie kann eine Fernhochschule Treibhausgase einsparen? Denken wir zum Beispiel an ein Studium, bedeutet das oft auch bergeweise gedruckte Studienmaterialien. Die Abschlussarbeit muss in zweifacher Ausgabe und gebunden abgegeben werden.  Nicht so bei uns: Unsere Studienmaterialien sind digital und die Abschlussarbeit kann digital eingereicht werden. Wer die Studienbriefe in gedruckter Form möchte, erhält diese nur auf Wunsch und gegen Gebühr. Auch die Nutzung von Ökostrom und die Umstellung von FSC-zertifiziertem auf Recyclingpapier sowie unserer Fahrzeugflotte auf hybride Fahrzeuge mit eigener Wallbox am Verwaltungssitz tragen dazu bei. Im Zuge der Entwicklung unserer Nachhaltigkeitsstrategie haben wir weitere Maßnahmen zur Reduktion der CO2-Emissionen entwickelt – seien Sie gespannt!  

Kontakt
Lea-Anna Hurler

Presse & Öffentlichkeitsarbeit

lea.hurler@mobile-university.de +49 7371 9315-232

Über die Autorin

Lea-Anna Hurler ist seit Februar 2020 die Ansprechpartnerin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit an der SRH Fernhochschule – The Mobile University. Als Kauffrau für Marketingkommunikation bringt sie aus der IT-Branche außerdem Erfahrung mit agilen Methoden und New Work mit. Ihre Begeisterung für Texte und die vielfältigen Themen der Fernhochschule haben sich gesucht und gefunden