Wirtschaftspsychologie & Künstliche Intelligenz (M.Sc.)
Die Spezialisierung Robotics Psychology & Human Factors verbindet psychologische, technologische und wirtschaftliche Perspektiven auf die Zusammenarbeit von Menschen, künstlicher Intelligenz und Robotik. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie technische und intelligente Systeme gestaltet werden können, damit sie menschliche Fähigkeiten sinnvoll ergänzen, intuitiv nutzbar sind und Akzeptanz sowie Vertrauen fördern.
Sie beschäftigen sich mit zentralen Konzepten der Mensch-Maschine-Interaktion, der hybriden Intelligenz sowie der sozialen und humanoiden Robotik. Dabei lernen Sie, Wahrnehmung, Entscheidungsverhalten, kognitive Belastung und Vertrauen in technologischen Kontexten zu analysieren und für die Gestaltung menschenzentrierter Systeme zu berücksichtigen. Gleichzeitig setzen Sie sich mit der Zusammenarbeit in Mensch-KI-Teams, der Interaktion mit sozialen und humanoiden Robotern sowie mit Fragen zu Sicherheit, Usability, Ethik und Verantwortung auseinander.
Die Spezialisierung vermittelt Ihnen damit fundierte Kompetenzen, um Mensch-KI- und Mensch-Roboter-Systeme psychologisch zu bewerten, interdisziplinär einzuordnen und ihre Gestaltung in unterschiedlichen Anwendungsfeldern verantwortungsvoll mitzugestalten.
Modulinhalte
In den Modulen der Spezialisierung Robotics Psychology & Human Factors des Master-Fernstudiums Wirtschaftspsychologie & Künstliche Intelligenz (M.Sc.) vertiefen Sie Ihr Fachwissen.
Inhalte des Moduls
Das Modul Human Factors vermittelt Ihnen zentrale psychologische, kognitive und ergonomische Grundlagen für die Gestaltung und Bewertung der Interaktion zwischen Menschen und technischen Systemen. Sie beschäftigen sich mit Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, mentalen Modellen, Informationsverarbeitung und kognitiver Ergonomie sowie mit Usability und User Experience. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Auswirkungen von Automatisierung, Vertrauen und menschlichen Fehlern in komplexen technischen Umgebungen. Dabei betrachten Sie auch psychische und kognitive Belastungen sowie die Zusammenarbeit zwischen Mensch, Maschine, Künstlicher Intelligenz und Robotik.
Darauf aufbauend lernen Sie, sicherheitsrelevante Risiken zu erkennen und technische Systeme hinsichtlich Zuverlässigkeit, Akzeptanz und Leistungsfähigkeit einzuordnen. Themen wie Interface Design, menschzentrierte Gestaltung und die Evaluation von Mensch-Maschine-Interaktionen verbinden theoretische Grundlagen mit konkreten Anwendungsszenarien. Ergänzend setzen Sie sich mit ethischen und gesellschaftlichen Fragestellungen auseinander. So erhalten Sie einen umfassenden Einblick in aktuelle und zukünftige Herausforderungen der Mensch-Maschine-Interaktion sowie in die verantwortungsvolle Gestaltung intelligenter und automatisierter Systeme.
Vermittelte Kompetenzen
Nach Abschluss des Moduls können Sie zentrale Konzepte, Theorien und Modelle der Human Factors erläutern, systematisch einordnen und auf unterschiedliche technische Anwendungskontexte übertragen. Sie sind in der Lage, Mensch-Maschine-, Mensch-KI- und Mensch-Roboter-Systeme aus psychologischer und interdisziplinärer Perspektive zu analysieren. Dabei bewerten Sie unter anderem Aspekte wie Usability, Sicherheit, Vertrauen, Automatisierung und kognitive Belastung.
Ihre methodischen Fähigkeiten werden insbesondere durch die kritische Auswertung empirischer Studien und praxisbezogener Fallbeispiele gestärkt. Auf dieser Grundlage können Sie Gestaltungskriterien und geeignete Interaktionsstrategien für technische Systeme ableiten und bestehende Lösungen reflektiert beurteilen. Gleichzeitig entwickeln Sie die Fähigkeit, Chancen, Risiken sowie ethische und gesellschaftliche Fragestellungen differenziert abzuwägen und wissenschaftliche Erkenntnisse verantwortungsvoll auf Praxisfelder zu übertragen. Darüber hinaus lernen Sie, komplexe Inhalte adressatengerecht zu vermitteln, unterschiedliche fachliche Perspektiven miteinander zu verknüpfen und sensible Themen fundiert zu diskutieren. Damit entwickeln Sie zentrale Kompetenzen für die Analyse und Gestaltung menschzentrierter Technologien.
Inhalte des Moduls
Das Modul Hybride Intelligenz vermittelt Ihnen zentrale theoretische und praktische Grundlagen zur Zusammenarbeit von Menschen und Künstlicher Intelligenz. Im Fokus stehen Modelle verteilter und erweiterter Kognition, Entscheidungspsychologie sowie unterschiedliche Formen der Mensch-KI-Komplementarität. Dabei wird technologische Augmentation nicht als Ersatz menschlicher Fähigkeiten verstanden, sondern als gezielte Erweiterung von Wahrnehmung, Entscheidungsfähigkeit und Handlungskompetenz.
Sie beschäftigen sich mit Kooperationsmodellen zwischen Mensch und KI, Human-AI-Symbiose, Embodiment, Extended Reality, Vertrauen, Emotion und Selbstwirksamkeit. Weitere Themen sind Lernen, Motivation und Selbstregulation in hybriden Systemen sowie Prinzipien des Human-Centered Design. Auch Mensch-KI-Teams, hybride Führung und Fragen der Verantwortungsverteilung werden vertieft. Anhand verschiedener Anwendungsfelder analysieren Sie hybride Systeme in Industrie und Arbeitsorganisation, Lernen und Entwicklung, Gesundheit und Medizin sowie in sicherheitskritischen Assistenzsystemen. Ergänzend setzen Sie sich mit aktuellen Forschungsansätzen sowie ethischen, gesellschaftlichen und zukünftigen Entwicklungen hybrider Mensch-KI-Systeme auseinander.
Vermittelte Kompetenzen
Nach Abschluss des Moduls können Sie zentrale Konzepte und Modelle der hybriden Intelligenz erläutern und unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI systematisch einordnen. Sie lernen, hybride Mensch-KI-Systeme hinsichtlich ihrer Funktionsweise, Interaktionslogik und organisationalen Einbettung zu analysieren. Dabei berücksichtigen Sie sowohl psychologische und kognitionswissenschaftliche als auch technologische und organisationale Perspektiven.
Sie können Gestaltungsprinzipien für menschenzentrierte KI-Systeme ableiten, konkrete Anwendungsszenarien kritisch bewerten und Forschungsansätze reflektiert einordnen. Darüber hinaus entwickeln Sie ein fundiertes Verständnis für die Komplementarität menschlicher und künstlicher Fähigkeiten sowie für Kooperations- und Entscheidungsprozesse in Mensch-KI-Teams. Ethische Fragestellungen, Verantwortungszuschreibungen und gesellschaftliche Auswirkungen können Sie differenziert bewerten und argumentativ vertreten. Gleichzeitig stärken Sie Ihre Fähigkeit, die eigene Rolle in hybriden Arbeits- und Entscheidungskontexten kritisch zu reflektieren. Dadurch entwickeln Sie ein professionelles Verständnis für den verantwortungsvollen Einsatz von KI und für die Gestaltung zukunftsfähiger hybrider Systeme.
Inhalte des Moduls
Das Modul Soziale und humanoide Roboter vermittelt Ihnen zentrale psychologische, technologische und interdisziplinäre Grundlagen sozialer und humanoider Robotik. Im Mittelpunkt steht die Mensch-Roboter-Interaktion und die Frage, wie Menschen Roboter wahrnehmen, mit ihnen kommunizieren und Vertrauen zu ihnen entwickeln. Sie lernen unterschiedliche Robotertypen und Einsatzfelder kennen und setzen sich mit Konzepten wie Anthropomorphismus, sozialer Präsenz und Menschenähnlichkeit auseinander.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Gestaltung sozialer Interaktion. Dazu gehören Stimme, Gestik, Bewegungsdesign sowie Emotionserkennung und Emotionsausdruck. Auch das Uncanny Valley, Vertrauen und Akzeptanz spielen eine zentrale Rolle. Darüber hinaus betrachten Sie kollaborative Robotik in Arbeits- und Lernwelten sowie konkrete Anwendungen in Industrie, Wirtschaft, Pflege, Bildung, Service und Alltag. Ergänzend beschäftigen Sie sich mit der Evaluation von Mensch-Roboter-Interaktionen, aktuellen Forschungsansätzen sowie ethischen und gesellschaftlichen Fragestellungen. So erhalten Sie einen umfassenden Einblick in die Gestaltung, Bewertung und zukünftige Entwicklung sozialer und humanoider Robotersysteme.
Vermittelte Kompetenzen
Nach Abschluss des Moduls können Sie zentrale Konzepte und Theorien der sozialen Robotik erläutern und unterschiedliche Formen der Mensch-Roboter-Interaktion systematisch einordnen. Sie verstehen psychologische Mechanismen wie Anthropomorphismus, soziale Präsenz, Vertrauen und Akzeptanz und können deren Bedeutung für die Gestaltung humanoider und sozialer Roboter beurteilen.
Sie lernen, konkrete Mensch-Roboter-Interaktionen strukturiert zu analysieren, empirische Studien und Praxisbeispiele kritisch auszuwerten und daraus geeignete Gestaltungskriterien abzuleiten. Dabei berücksichtigen Sie sowohl technische und psychologische als auch soziale und organisationale Rahmenbedingungen. Darüber hinaus sind Sie in der Lage, Chancen und Risiken sozialer und humanoider Robotersysteme differenziert zu bewerten und wissenschaftliche Erkenntnisse verantwortungsvoll auf verschiedene Praxisfelder zu übertragen. Ethische und gesellschaftliche Fragestellungen können Sie strukturiert reflektieren und argumentativ vertreten. Gleichzeitig stärken Sie Ihre Fähigkeit, komplexe Inhalte verständlich zu kommunizieren, interdisziplinäre Perspektiven zusammenzuführen und sensible Themen rund um Robotik, Akzeptanz und Verantwortung fundiert zu diskutieren.
Berufsperspektiven im Bereich Robotics Psychology & Human Factors
Mit der Spezialisierung Robotics Psychology & Human Factors qualifizieren Sie sich für Tätigkeiten an der Schnittstelle von Psychologie, Künstlicher Intelligenz, Robotik und Mensch-Technik-Interaktion. Besonders gefragt sind Kompetenzen dort, wo intelligente oder automatisierte Systeme nutzerzentriert gestaltet, bewertet und in organisationale Prozesse integriert werden sollen.
Mögliche Berufsfelder ergeben sich beispielsweise als Human Factors Specialist, Human-Robot Interaction Specialist, UX Researcher, AI Interaction Designer oder Human-Centered AI Consultant. Darüber hinaus kommen Tätigkeiten als Robotics User Experience Specialist, Usability Engineer, Research Consultant Human-AI Interaction oder im Bereich Innovation und Technologieentwicklung infrage. Je nach beruflichem Hintergrund sind auch Positionen im Produktmanagement, in Forschung und Entwicklung oder in der Organisationsberatung denkbar.
Einsatzmöglichkeiten finden sich unter anderem in Technologieunternehmen, Industrie, Automatisierung und Robotik, Gesundheitswesen, Mobilität, Beratung sowie in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen. Ihre Kenntnisse helfen dabei, technische Systeme nicht nur leistungsfähig, sondern auch sicher, verständlich, akzeptiert und konsequent menschenzentriert zu gestalten.