
Dank des SBB Stipendiums konnte Anne Wagner den Wunsch nach einer akademischen Weiterqualifikation verwirklichen, ohne die Familienplanung aufzuschieben – und hat ihr Bachelorstudium Logopädie kurz vor der Geburt ihres 2. Kindes abgeschlossen.
Dank des SBB Stipendiums konnte Anne Wagner den Wunsch nach einer akademischen Weiterqualifikation verwirklichen, ohne die Familienplanung aufzuschieben – und hat ihr Bachelorstudium Logopädie kurz vor der Geburt ihres 2. Kindes abgeschlossen.

Die Erfahrungen aus meinem wissenschaftlich orientierten FSJ und dem Biologiestudium haben mir früh gezeigt, wie wichtig evidenzbasiertes Arbeiten und gute wissenschaftliche Praxis sind. Nach meiner Logopädie-Ausbildung wollte ich dieses Interesse auf mein eigenes Fachgebiet übertragen und mich intensiver mit wissenschaftlichem Arbeiten und der Evidenz hinter therapeutischen Entscheidungen beschäftigen. Deshalb habe ich mich für das Studium der Therapiewissenschaften entschieden
Gleichzeitig ist mir bereits während meiner Ausbildung aufgefallen, wie groß der Forschungsbedarf sowohl in der Logopädie als auch in der therapeutischen Versorgung allgemein ist. Das hat in mir den Wunsch geweckt, mich langfristig vielleicht auch beruflich stärker an der Schnittstelle von Therapie, Wissenschaft und Forschung einzubringen.
Das Weiterbildungsstipendium von der SBB (Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung) hat mir den entscheidenden „Schubs“ in Richtung Studium gegeben. Zuvor war die Abwägung zwischen dem finanziellen Aufwand eines Studiums und meiner Familienplanung sehr präsent. Durch das Stipendium konnte ich beides miteinander verbinden und den Wunsch nach einer akademischen Weiterqualifikation verwirklichen, ohne die Familienplanung dafür aufschieben zu müssen.
Außerdem wird man bei Fragen oder Problemen immer tatkräftig durch das Team der SBB unterstützt. Diese Unterstützung hat mir zusätzliche Sicherheit gegeben und die Entscheidung für das Studium noch einmal leichter gemacht.
Besonders genossen habe ich die enorme Flexibilität. Ich konnte das Studium jederzeit an meine persönlichen Bedürfnisse anpassen. Wenn zum Beispiel ein Kind krank war, es stressige Tage auf der Arbeit gab oder ich einfach eine kleine Auszeit brauchte, konnte ich die Arbeit an den Modulen problemlos pausieren und in entspannteren Momenten mit voller Konzentration weiterlernen.
Auch die tolle persönliche Betreuung durch die Modulverantwortlichen, ganz besonders durch Prof. Dr. Scheller, war für mich im Studium eine große Stütze.
Man hat immer schnell hilfreiche Rückmeldungen bekommen und konnte bei Bedarf auch zeitnah Gesprächstermine vereinbaren.
Besonders herausragend fand ich die Module selbst. Die Inhalte waren aktuell und die Prüfungsformen haben häufig die Möglichkeit geboten, Themen im eigenen Interessensgebiet zu vertiefen. Das war für mich ein zusätzlicher motivierender Faktor während des gesamten Studiums.
Ein Master ist für mich aktuell eine sehr interessante Möglichkeit, weil ich mein wissenschaftliches Profil gerne weiter ausbauen möchte. Gleichzeitig möchte ich mir bewusst verschiedene Wege offenhalten. Besonders spannend finde ich langfristig die Verbindung von klinischer Erfahrung und wissenschaftlicher Arbeit – also beispielsweise den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Versorgung.
Durch die Arbeit mit Patient:innen kenne ich die praktische Seite der Versorgung und weiß, welche Fragen und Herausforderungen sich im klinischen Alltag ergeben. Dieses Wissen möchte ich gezielt nutzen, um an praxisnahen Innovationen mitzuwirken und wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Anwendungen zu überführen. Genau diese Schnittstelle zwischen Forschung und Praxis finde ich spannend.
Wo genau mein Weg hinführt, möchte ich noch nicht festlegen. Für mich ist gerade reizvoll, dass sich durch das Studium neue Möglichkeiten eröffnet haben und ich diese Schritt für Schritt weiter erkunden kann.
Flexible Lernzeiten integrieren
Für mich war es wichtig, das Studium nicht als festen „Arbeitsblock“ zu sehen, der jeden Tag gleich viel Zeit einnehmen muss. Stattdessen habe ich versucht, die Lernzeiten flexibel zu integrieren, wann immer es möglich war. Es gab Tage, an denen ich mehrere Stunden an einer Hausarbeit schreiben konnte, und andere, an denen aufgrund der Arbeit oder der Familie kaum Zeit dafür übrig war. Dafür konnte ich an ruhigeren Tagen entsprechend mehr schaffen.
Kleine Lerneinheiten
Hilfreich war für mich außerdem, die Aufgaben in kleinere Etappen aufzuteilen - heute 10 Seiten lesen; innerhalb der nächsten zwei Wochen die Gliederung für die nächsten Einsendeaufgaben entwerfen etc., - und mir so konkrete Ziele für die jeweilige Lernphase zu setzen. So hatte ich auch bei wenig Zeit und kleinen Fortschritten das Gefühl, voranzukommen.
Realistische Planung
Mein wichtigster Tipp wäre deshalb, realistisch zu planen und sich gleichzeitig nicht zu sehr unter Druck zu setzen. Gerade bei einem berufsbegleitenden Studium wird es immer Phasen geben, in denen andere Dinge Priorität haben. Die Flexibilität eines Fernstudiums kann dann ein großer Vorteil sein, wenn man sie auch wirklich nutzt.
Das SBB (Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung) Aufstiegsstipendium für Berufserfahrene fördert ein berufsbegleitendes Studium. Die Voraussetzungen sind u.a. eine abgeschlossene Berufsausbildung und mindestens 2 Jahre Berufserfahrung. Der Schulabschluss spielt dabei keine Rolle.
Wir sind überzeugt, dass alle Menschen unabhängig von ihren finanziellen Möglichkeiten die Chance der persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung haben sollen. Deshalb fördern wir mit unseren Stipendien engagierte und finanziell bedürftige Interessenten, damit diese ein akademisches Studium absolvieren und so ihren Lebensweg aktiv gestalten können.
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