
Mit dem Masterstudium Integrative Lerntherapie (M.A.) vertieft Alina Wulf ihr Fachwissen und erfüllt sich den Wunsch, Kinder und Jugendliche mit Lernstörungen künftig noch gezielter zu fördern.
Mit dem Masterstudium Integrative Lerntherapie (M.A.) vertieft Alina Wulf ihr Fachwissen und erfüllt sich den Wunsch, Kinder und Jugendliche mit Lernstörungen künftig noch gezielter zu fördern.

Manchmal entstehen berufliche Wünsche genau dort, wo man täglich erlebt, wie groß der Unterstützungsbedarf von Menschen ist. So war es auch bei mir. Seit 2009 arbeite ich als Logopädin und begleite Kinder mit ganz unterschiedlichen sprachlichen Herausforderungen. Besonders häufig begegneten mir dabei Kinder mit Lernstörungen – vor allem mit einer Lese-Rechtschreib-Störung (LRS).
Mit jedem dieser Kinder wurde mir deutlicher, wie belastend Lernschwierigkeiten für die gesamte Entwicklung sein können. Ich habe erlebt, wie groß der Leidensdruck vieler Kinder ist, wenn Lesen und Schreiben zur täglichen Herausforderung werden. Gleichzeitig wuchs in mir der Wunsch, sie noch gezielter und nachhaltiger unterstützen zu können.
Das Thema Lernstörungen hat mich schon immer fasziniert. Deshalb wollte ich mich intensiver mit den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und modernen Therapiemethoden auseinandersetzen. Mir war wichtig, nicht nur auf meine bisherigen Berufserfahrungen zurückzugreifen, sondern mein Wissen fundiert zu erweitern und neue Handlungsmöglichkeiten kennenzulernen.
Das Studium der Integrativen Lerntherapie war für mich deshalb der logische nächste Schritt. Es bot mir die Möglichkeit, meine therapeutische Erfahrung mit wissenschaftlichem Know-how zu verbinden und mich gezielt auf dieses Fachgebiet zu spezialisieren.
Ein entscheidender Vorteil des Fernstudiums war für mich die hohe Flexibilität. Beruf, Familie und Studium miteinander zu vereinbaren, wäre in einem klassischen Präsenzstudium kaum möglich gewesen.
Ich konnte mein Lerntempo selbst bestimmen und die Studieninhalte an meinen Alltag anpassen. Diese Freiheit habe ich sehr geschätzt. Gleichzeitig bedeutete sie aber auch, Verantwortung für die eigene Studienorganisation zu übernehmen. Es erforderte viel Selbstdisziplin, den Alltag so zu strukturieren, dass ausreichend Zeit für das Lernen blieb – gerade in intensiven Arbeitsphasen war das nicht immer einfach.
Besonders spannend fand ich den fachlichen Input während des gesamten Studiums. Viele Inhalte konnte ich unmittelbar mit meiner praktischen Arbeit verknüpfen und direkt in meinen Berufsalltag einfließen lassen. Dadurch gewann das Gelernte für mich noch mehr an Bedeutung.
Natürlich gab es auch Momente, in denen das Studium anspruchsvoll war. Vor allem der methodische Teil meiner Masterarbeit stellte mich vor große Herausforderungen. Rückblickend gehören genau diese Phasen aber zu den Erfahrungen, an denen ich besonders gewachsen bin.
Sie haben mir gezeigt, wie wichtig Ausdauer, strukturiertes Arbeiten und die Bereitschaft sind, sich auch auf ungewohnte Themen einzulassen.
Nach meinem Studienabschluss möchte ich mich als Integrative Lerntherapeutin selbstständig machen. Mein Ziel ist es, Kinder und Jugendliche beim Lesen, Schreiben, Rechnen und Lernen individuell zu begleiten und ihnen neue Perspektiven zu eröffnen.
Ich wünsche mir, ihnen nicht nur fachliche Unterstützung zu geben, sondern auch ihr Selbstvertrauen zu stärken und ihnen wieder Freude am Lernen zu vermitteln. Denn jedes Kind sollte die Chance haben, sein Potenzial zu entfalten – unabhängig davon, welche Hürden ihm auf seinem Lernweg begegnen.
Rückblickend war die Entscheidung für das Fernstudium genau richtig. Es hat mich fachlich weitergebracht, meinen Blick auf Lernprozesse erweitert und mich meinem beruflichen Ziel einen großen Schritt nähergebracht.