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Prof. Dr. Jens Maschmann

Alumni-Portrait

Prof. Dr. Jens Maschmann ist seit Januar 2021 Ärztlicher Direktor des Uniklinikums Würzburg. Er verfügt über eine langjährige Erfahrung im Management und der Weiterentwicklung großer Krankenhäuser und zählt mit seinen 52 Jahren zu den jüngsten Ärztlichen Direktoren der deutschen Universitätsklinika. Seinen MBA absolvierte er von 2007 bis 2009 an der SRH Fernhochschule.

Jens Maschmann wurde in Frankfurt am Main geboren und ist in Bad Urach aufgewachsen. Nach seinem Humanmedizin-Studium von 1989 bis 1996 an der Universität Tübingen und einem Auslandsjahr in Bordeaux sammelte er anschließend klinische Erfahrungen als Arzt im Praktikum und Assistenzarzt an der Universitäts-Kinderklinik in Tübingen. Nach dem Wechsel an die Würzburger Universitäts-Kinderklinik legte er 2002 seine Facharztprüfung für Pädiatrie ab. Aufgrund seiner Zusatzausbildung „Medizinische Informatik“ konnte er bereits damals erfolgreich Prozesse in der Kinderklinik digitalisieren. Dabei wuchs in ihm der Wunsch, den „Organismus Krankenhaus“ besser kennen lernen zu wollen. 

Noch im selben Jahr wechselte Jens Maschmann als Leiter der Stabsstelle Strategische Planung an das Evangelische Krankenhaus in Bielefeld. Nach vier spannenden Jahren und dem Erwerb der Zusatzbezeichnung „Ärztliches Qualitätsmanagement“ kehrte er zurück ans Uniklinikum Tübingen – dieses Mal als Geschäftsführer für den „Zentralbereich Medizin: Struktur-, Prozess-, Qualitätsmanagement“. Im Jahr 2007 startete unser Alumnus dann mit seinem berufsbegleitenden Master of Business Administration an unserer Hochschule, den er 2009 erfolgreich absolvierte. Motivation dafür war, einen fundierten Einblick in das Gebiet der Unternehmensführung zu bekommen, der die beruflich gesammelten Erfahrungen ergänzt und erweitert.

2014 lockte ihn die ausgeschriebene Stelle als Medizinischer Vorstand ans Uniklinikum Jena. Parallel dazu habilitierte er im Jahr 2015 an seiner Alma Mater, der Uni Tübingen, in der Kinder- und Jugendmedizin und ist seit 2020 außerplanmäßiger Professor für dieses Fach.

Mit seinem Wechsel an das Uniklinikum Würzburg zu Beginn dieses Jahres möchte er insbesondere die Neubauplanung von Frauen-, Kinder- und den gesamten Kopfkliniken von Beginn an begleiten und gestalten und den ihm vertrauten Standort medizinisch weiterentwickeln.

Ausgleich findet er am besten bei sportlicher Bewegung, vorzugsweise auf Langlaufskiern oder beim Schwimmen, Radfahren und Laufen sowie bei gemeinsamen Urlauben und Essen mit der Familie.

5 Fragen an Prof. Dr. Jens Maschmann

Inwiefern profitieren Sie in Ihrer heutigen Position vom Studium an der SRH Fernhochschule?
Das Studium hat mir aufgrund seiner Themenbreite viele Einblicke gewährt, die mich heute täglich begleiten: seien es Fragen zur strategischen Unternehmensführung, zu Personalangelegenheiten, zur Unternehmenskultur, zu strukturell-organisatorischen Fragen etc.

Wie haben Sie sich während des Fernstudiums organisiert und in schwierigen Phasen motiviert, "am Ball zu bleiben"?
Nach meiner „Grundprägung“ durch Wettkampfsport und Medizinstudium war eine gewisse Disziplin vorhanden, die das zusätzliche berufsbegleitende Studium erleichtert hat. Aber ohne den Rückhalt meiner Familie wäre es nicht gegangen, sie hat mich in der Zeit toll unterstützt. Am schlimmsten war, dass mir auf einer Veranstaltung mein Laptop gestohlen wurde, auf der eine fertige Hausarbeit abgespeichert war und das Backup davon nicht funktioniert hatte. Die habe ich dann in einem Kraftakt vor dem Auftaktspiel der Deutschen Fußballnationalmannschaft bei der EM 2008 am Wochenende nochmal neu „runtergeschrieben“ und am folgenden Montag pünktlich abgegeben.

Wie haben Sie die Präsenzveranstaltungen wahrgenommen und haben Sie und Ihre Kommilitonen sich gegenseitig zur Klausurvorbereitung unterstützt?
Die Präsenzveranstaltungen fanden in Heidelberg statt und waren immer ein Highlight, da durch die Interaktion mit den Kommilitonen und Dozenten immer interessante Begegnungen und Anregungen entstanden. Es war genau die richtige Mischung zwischen Präsenz- und Eigenstudium, die das SRH-Format für mich so attraktiv gemacht hat. Die dabei entstandenen Kontakte haben mich dann auch über die Phasen der Klausurvorbereitung getragen.

Gab es eine Professorin oder einen Professor, der Ihnen besonders in Erinnerung bleibt und wenn ja, warum?
Ja, Prof. Hörmann ist mir noch gut aufgrund seiner lebendigen Art des Unterrichts mit eingängigen Praxisbeispielen in Erinnerung und er hat auch meine Masterarbeit betreut.

Welche Karrieretipps würden Sie unseren heutigen Studierenden mit auf den Weg geben?
Strebe nicht nach Karriere per se, sondern nach interessanten Aufgaben mit guten Lehrern und Vorbildern, dann entwickelt sich bei Fleiß, Ausdauer und natürlich der notwendigen Portion Glück auch die Karriere.