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Die Vertiefung in Parkinson Disease Care Management bietet lehrreiche wissenschaftlich fundierte Module

Die Zahl der Parkinson-Patient:innen steigt. Mit der Spezialisierung Parkinson Disease Care Management im Studium Pflege B.Sc. möchte der Schweizer Severin Häberli dieser Entwicklung als Fachperson in der Langzeitpflege bedarfsgerecht entgegenkommen.

Verschiedene Hände, die übereinander gestapelt sind, symbolisieren Zusammenarbeit und Gemeinschaft.

Severin, weshalb haben Sie sich für den Studiengang Pflege (B.Sc.) entschieden?

Als Fachfrau-/mann Gesundheit (FaGe) in der Langzeitpflege ist es in der Deutschschweiz üblich, die Tagesverantwortung für eine Abteilung übernehmen zu dürfen. Die fachliche Tiefe kommt in dieser 3-jährigen Lehre zwar nicht zu kurz, doch sind spürbare Lücken zu einem Tertiären Abschluss in der Pflege vorhanden. Während meiner Arbeit als FaGe bin ich immer wieder an meine Grenzen gestossen, wenn die organisationalen und sozialen Rahmenbedingungen im aktuellen Wandel komplexer oder besonders herausfordernd wurden. Mit dem Studium möchte ich mein Wissen in Pflegewissenschaften und -theorien oder im Pflegeprozess erweitern und offene Fragen und Lücken schließen. 

Wie verändert die Weiterbildung Ihren Blick auf die Versorgung von Parkinson-Patienten?

In der Langzeitpflege habe ich als Fachperson regelmässig Kontakt mit Bewohner:innen mit Parkinson. Die neurologische Krankheit hat tiefgründige Folgen für das Sozialleben der betroffenen Personen.  Mit Kenntnis der neurologischen Abläufe im Körper kann man relativ gut Pflegepläne erstellen, die auf die Bedürfnisse der Patient:innen unter Berücksichtigung ethischer und sozialer Aspekte angepasst sind. Außerdem ist das Krankheitsbild bereits gut erforscht.

Mit der demographischen Entwicklung wird wahrscheinlich auch die Häufigkeit von betroffenen Personen zunehmen. Dieser Entwicklung möchte ich als Fachperson in der Langzeitpflege möglichst bedarfsgerecht entgegenkommen.

Warum würden Sie die Spezialisierung Parkinson Disease Care Management weiterempfehlen?

Die Spezialisierung bietet lehrreiche Module wie z. B. die Grundlagen der Neurologie, Care Management und Evidenzbasierte Pflege, sowie wissenschaftlich fundierte Pflegediagnostik und -planung bei der Parkinson Erkrankung, inklusive eines Praktikums in einer Spezialabteilung. Damit wird man umfassend auf die Arbeit mit Parkinson Patient:innen vorbereitet. 

Sie leben in der Schweiz. Warum haben Sie sich für ein Studium an einer deutschen Fernhochschule entschieden?

Als Familienvater sind meine zeitlichen Ressourcen neben meiner Berufstätigkeit eher knapp. Ich persönlich bevorzuge eine ruhige Lernatmosphäre, bei der ich meine Zeit im Selbststudium frei einteilen kann. 

Für mich ist es wichtig, Zeit in Einzelarbeit zu verbringen, um die Theorie richtig zu verstehen. Ergänzend kann ich jederzeit an den Online-Seminaren teilnehmen, ganz wie die Dienstpläne in der Pflege ausfallen.

In der Schweiz gibt es nach meinem Wissensstand keine Fernstudienvariante für den Pflegeberuf.

Welcher Aspekt gefällt Ihnen am Fernstudium?

Die Modulhefte sind didaktisch sehr ansprechend aufgebaut und die Lehrkräfte wirken sehr inspirierend. Fächer kann man nach eigenen Schwerpunkten auswählen.

Sehr viele Online-Seminare eines an das Kernstudium angelehnten Studiengangs kann man unbegrenzt besuchen, z. B. in Soziologie, Systemtheorie oder Management, falls man ein Themengebiet aus persönlichen Gründen weiter vertiefen möchte.

Welche beruflichen Pläne haben Sie?

Ob ich künftig als Pflegefachmann oder als FaGe in der Langzeitpflege weiterarbeiten werde, kann ich noch nicht abschliessend sagen. Wichtig sind mir vor allem vertiefte Kenntnisse von Pflegeprozessen, den Pflegewissenschaften, sowie Evidenzbasierte Pflege.

Haben Sie Tipps für ein erfolgreiches Studium (Lernen, Zeiteinteilung etc.)?

Man sollte fokussiert studieren, um sich nicht zu verzetteln. Es gibt zwar eine breite Auswahl an interessanten Modulen, aber ich beschränke mich auf die Wichtigsten.

Nützlich ist Ruhe, genügend Schlaf, gesunde Ernährung und genügend Bewegung. 

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